Führung & Organisation
Dr. Stefan Pilz (info@dr-stefan-pilz.de) (Leiter der Arbeitsgruppe)
(Stand 02.12.2011)
Qualitätsmanagementaktivitäten können ihre Wirkung nur dann voll entfalten, wenn sie in das Führungshandeln der Organisation integriert sind. Dies wiederum ist eng mit der Gestaltung von Aufbau- und Ablauforganisation sowie mit der impliziten und expliziten Bewertung von Erfolg und Qualität verbunden.
Der Vorstand der GQMG hat die AG im Sommer 2008 mit dem Thema
„Beratungs-Kompetenz für QM-Beauftragte“ beauftragt:
Durch ihre tägliche Arbeit bekommen Qualitätsmanager und QM-Beauftragte (QM und QMB) einen vertieften Einblick in viele organisatorische Details und stehen an der Schnittstelle unterschiedlicher Interessen und Erwartungen. Sie sehen die Stärken und Schwächen der Strukturen und Prozesse, sie haben einen Einblick, wo Führung kompetent zu einer hohen Ergebnisqualität beiträgt – und wo die Führungs- und Managementprozesse noch weiter entwickelt werden können. Immer wieder fühlen sich QM/QMB von ihrem Klinikmanagement nicht ausreichend wahr- und Ernst genommen.
Die AG hat im Laufe des Jahres 2009 eine Online-Befragung von QM/QMBs vorbereitet. Diese Online-Befragung fand vom Dezember 2009 bis März 2010 statt und richtete sich nicht nur an GQMG-Mitglieder, sondern an alle QM/QMB im Gesundheitswesen.
Wir wollten mit der Befragung unsere Überlegungen empirisch überprüfen und über die eigene Erfahrung hinaus, die aktuelle Situation der QM und QMB hinsichtlich ihrer Rolle in den eigenen Organisationen berücksichtigen. Zudem sollte die Befragung grundlegende Informationen generieren, die Rückschlüsse auf zentrale Faktoren eines erfolgreichen Qualitätsmanagements im Gesundheitswesen erlauben.
Erste Ergebnisse wurden während des ersten Summercamps der GQMG in Ostritz im August 2010 und ausführlicher dann bei der Jahrestagung der GQMG im November 2010 in München vorgestellt. Die Power-Point-Präsentation dazu finden Sie unten. Die Schweizer Kollegen um Prof. Philipp Schneider an der Fachhochschule Bern sind dabei, die spezifischen Schweizer Daten der Befragung auszuwerten.
Aufbauend auf eigenen Erfahrungen und der empirischen Ergebnissen der Befragung hat die Arbeitsgruppe inzwischen das Positionspapier „Qualitätsmanager 2.0 im Krankenhaus“ zur Rolle von Qualitätsmanagerinnen und Qualitätsmanagern in der Gesundheitsversorgung fertiggestellt (s. unten). Hier beschreiben wir das sich wandelnde Rollen- und Funktionsprofil von Qualitätsmanagern und nehmen Stellung dazu, welche weitere Entwicklung sinnvoll ist. Das Papier ist beim diesjährigen zweiten Summercamp der GQMG Anfang August in Drübeck vom Vorstand freigegeben worden und ist nun in einem speziellen GQMG-Format für Positionspapiere veröffentlicht. Weiterhin erfolgt in Kürze eine Veröffentlichung in der ZEFQ.
In einem weiteren Schritt ist die AG nun dabei, vom Positionspapier abgeleitet spezifische Handlungsempfehlungen für QM/QMB sowie Einrichtungsleitungen zu formulieren. Wir werden das Anforderungs- und Stellenprofil für den Qualitätsmanager 2.0 beschreiben und die Handlungsempfehlungen nach der Größe der Einrichtung und dem Reifegrad des QM-Systems differenzieren. Hierzu werden wir den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs zu diesem Thema und weitere empirische Ergebnisse aus der Online-Befragung berücksichtigen. Das Ergebnis dieser Arbeit soll in einen Fachartikel münden, der in einem Themenheft der ZEFQ Ende 2012 publiziert werden soll.
Des Weiteren überlegen wir aus dem Präsentationsmaterial von München über die Online-Befragung eine Publikation zu erstellen.
Schließlich besteht Interesse ein weiteres Positionspapier zum Thema „Integrierte Managementsysteme“ zu verfassen. Hier verfolgen wir die These, dass die Zukunft des Krankenhauses davon abhängt, wie die Führung die bestehenden Managementsysteme integriert. Bei diesem Thema möchte auch die AG Risikomanagement mit uns zusammenarbeiten.
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