Neues aus der GQMG
- GQMG-Summercamp 2025 – Frühbucherrabatt läuft heute ab!
- Einblick in den GQMGimpuls – Transparenz der Gesundheitsversorgung & Bundesklinikatlas
- GQMGimpuls: Neue Anforderungen durch die EU-SoHO-Verordnung – Was Krankenhäuser jetzt wissen müssen
- Vorstellung der AG Kommunikation im Qualitäts- und Risikomanagement
- Save the Date - Mitgliederversammlung 2025
- GQMG-Interviewpodcast – neue Episoden online
- GQMG-Wissenssnack
Aktuelles
- Save the Date: Welttag der Patientensicherheit
- Sicherheit in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen
- Tool-Kit zur Bewertung von Gesundheitsinformationen
- Systematische Erfassung und Diskussion intraoperativer unerwünschter Ereignisse mittels ClassIntra®
- Beziehung zwischen der Belegung von Krankenhauseinheiten und Stürzen auf Station und Bewertung des Sturzrisikos
- Accreditation 360 – der neue Standard der Joint Commission
- Langzeitüberleben nach Behandlung in zertifizierten Lungenkrebszentren und nicht zertifizierten Krankenhäusern
- Berufliches, Persönliches
- Aus der Normenschmiede
- ZEFQ
- Veranstaltungen und Seminare
- Stellenangebote
Neues aus der GQMG
GQMG-Summercamp 2025 – Frühbucherrabatt läuft heute ab!
Vom 11. bis 13.9.2025 lädt das GQMG-Summercamp wieder in die Tagungsstätte Kloster Schmerlenbach bei Aschaffenburg ein. In besonderer Atmosphäre treffen hier Qualitätsmanager aus dem Gesundheitswesen auf erfahrene Praktiker und Einsteiger – für lebendigen Austausch und Inspiration.
Nur noch wenige Tage bleiben, um sich den Frühbucherrabatt für das GQMG-Summercamp 2025 bis zum 25.7.2025 zu sichern. Mitglieder der GQMG und ihrer Partnergesellschaften aus der Schweiz und Österreich sowie Studierende zahlen einen ermäßigten Teilnehmerbeitrag.
Die Begrüßung und Moderation übernimmt Dr. Heike Kahla-Witzsch, stellvertretende Vorsitzende der GQMG. Dr. Renate Höchstetter, Ärztliche Referentin beim Verband der Universitätsklinika Deutschlands, wird einen Impulsvortrag zu aktuellen Fragen der Qualitätssicherung in Leistungsgruppen halten und ihre Weiterentwicklung geben. Dr. Heidemarie Haeske-Seeberg wird aus den Rahmenbedingungen der Krankenhausreform Schlussfolgerungen für die Aufgaben und Herausforderungen der Qualitätsmanagementbeauftragten der Krankenhäuser ziehen.
Nach dem gemeinsamen Abendessen treffen sich die Arbeitsgruppen, um an ihren Projekten zu arbeiten. Gäste sind herzlich eingeladen.
Parallel werden die Stärkung der Pflegequalität in der Sana Kliniken AG (Dr. Susanne Eberl) und die digitale Checkliste der AG Ambulantisierung (Johanna Leidenberger) vorgestellt.
Am zweiten Tag stehen Vorträge zur Kommunikation in Grenzsituationen, zur Just Culture im Gesundheitswesen, der hebammengeleiteten Geburtshilfe und zum neuen QS-Verfahren Sepsis auf dem Programm.
Am Samstag ist die Resilienz nach KRITIS-Dachgesetz und in einer VUKA-Welt Hauptthema. Ein Bericht über aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen mit der Krankenhausreform NRW schließt die Sitzung ab.
Das Gesamtprogramm ist auf der Homepage der GQMG abgebildet. Das Summercamp bietet Gelegenheit zum intensiven Erfahrungsaustausch mit Informationen in einem kleinen Kreis. Die Teilnehmenden erhalten Informationen aus berufener Quelle. Geschätzt werden die Gesprächsrunden in lockerer Atmosphäre mit Kollegen und Kolleginnen aus dem Netzwerk.
Das GQMG-Summercamp richtet sich an alle, die Gesundheitseinrichtungen nachhaltig und patientenorientiert gestalten wollen. Studierende, Einsteiger sowie erfahrene Fach- und Führungskräfte sind gleichermaßen eingeladen.
Nutzen Sie die ermäßigten Teilnahmegebühren als Frühbucher!
Eine Übersicht der geplanten Vorträge finden Sie auf der GQMG-Website.
Einblick in den GQMGimpuls – Transparenz der Gesundheitsversorgung & Bundesklinikatlas
Ein spannender Austausch mit rund 40 Teilnehmenden bot wertvolle Einblicke in die Weiterentwicklung des Bundesklinikatlas (BKA) und die Bedeutung von Transparenz für Patienten, Fachwelt und Gesellschaft. Roman Prinz (IQTIG) präsentierte die aktuellen Entwicklungen rund um den Bundesklinikatlas – das zentrale Krankenhausportal für mehr Transparenz in der stationären Versorgung. Diskutiert wurden unter anderem: • Wie können Patientinnen und Patienten sowie Angehörige von mehr Transparenz profitieren? • Welche Qualitätsindikatoren sind wirklich verständlich und relevant? • Unter welchen Umständen liefern Zertifikate verlässliche Orientierung? • Wo besteht noch Verbesserungsbedarf bei Datenqualität, Darstellung und Aktualität? • Welche Skalierungs- und Bewertungsschemata kommen zum Einsatz? • Wie wird ein über- oder unterdurchschnittliches Ergebnis ermittelt? Unter Moderation von Dr. Haeske-Seeberg wurden Fragen der Zuhörer z.B. zum Umgang mit Datenlieferungen und der Verständlichkeit und Genauigkeit aggregierter Ergebnisse beantwortet. Im Fokus steht die kontinuierliche Weiterentwicklung des Portals – mit dem Ziel, mehr Qualitätskennzahlen allgemeinverständlich abzubilden und damit die Versorgungslandschaft für alle Beteiligten transparenter und zugänglicher zu machen.
Vielen Dank an alle Teilnehmenden, den Referenten und die Moderatorin! Jetzt schon den nächsten Termin vormerken – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
GQMGimpuls: Neue Anforderungen durch die EU-SoHO-Verordnung – Was Krankenhäuser jetzt wissen müssen
Blut, Gewebe, Zellen – lebenswichtige Substanzen im Gesundheitswesen, die höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards unterliegen. Die neue EU-SoHO-Verordnung bringt umfassende Änderungen für Gesundheitseinrichtungen mit sich.
Janina Hahnloser, Referentin im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), berichtet beim GQMGimpuls am 12.8.2025 über die Inhalte und den Umsetzungsstand der SoHO-Verordnung – mit besonderem Fokus auf die Auswirkungen für Krankenhäuser. Sie begleitete das Gesetzgebungsverfahren in Brüssel und ist nun für das nationale Umsetzungsverfahren in Deutschland zuständig. Zudem vertritt sie Deutschland im neuen EU-SoHO-Koordinierungsgremium.
Im Vortrag geht es unter anderem um: - neue Anforderungen für Krankenhäuser im Umgang mit Blut, Gewebe und Zellen
- aktuelle Entwicklungen zur Umsetzung in Deutschland
- europäische Zusammenarbeit im Bereich SoHO
Die Diskussion der einstündigen Online-Veranstaltung moderiert Jan Richter, Vorstandsmitglied der GQMG.
Diese Veranstaltung der GQMG ist kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung zu besuchen.
Vorstellung der AG Kommunikation im Qualitäts- und Risikomanagement
Bessere Kommunikation rettet Leben
Kommunikationsfehler sind eine wesentliche Ursache von Schadens- und Todesfällen in der medizinischen Versorgung. Bessere Kommunikation in Krankenhaus und Praxis vermeidet Fehler und verbessert Qualität und Sicherheit für den Patienten. Die AG Kommunikation im Qualitäts- und Risikomanagement sichtet daher für die Praktiker in der Gesundheitsversorgung erprobte und wissenschaftlich belegte Empfehlungen zu besserer Kommunikation, verdichtet sie und stellt sie als Arbeitshilfen zur Verfügung.
Arbeitshilfen
Es gibt allgemeine Ratschläge für gute Kommunikation wie auch Hinweise für Situationen im medizinischen Alltag und für den Umgang mit besonderer Klientel: Pocketversionen zu jeder Arbeitshilfe unterstützen die Schulung und tägliche Anwendung. Über jeden dieser Aspekte von Kommunikation in der Gesundheitsversorgung haben wir im Anschluss an die Veröffentlichung Zeitschriftenbeiträge veröffentlicht. So beispielsweise im Deutschen Ärzteblatt und in einschlägigen Zeitschriften für Qualitätsmanager und Klinikleitungen wie f&w. Führen und Wirtschaften im Krankenhaus oder der Gesundheitsmanagement. Als weitere Arbeitshilfe steht derzeit die „gute Kommunikation von Bad News“ auf der Agenda.
SBAR-Tutorial
Das Thema SBAR hat die AG im Jahr 2015 als erste medizinische Vereinigung in Deutschland aufgegriffen. Seitdem propagieren wir den Einsatz als Kommunikationshilfe an vielen Stellen im medizinischen Alltag. Als Werbe- und Schulungsmaterial für SBAR konnten wir 2021 zwei erste professionell produzierte Filme im YouTube-Kanal der GQMG vorstellen. Darin wird SBAR zunächst einprägsam erläutert. Im zweiten Film zeigen wir den sinnvollen Einsatz bei einem Notfall. Weitere Filme mit Beispielen zur Anwendung von SBAR in anderen klinischen Situationen hoffen wir bald veröffentlichen zu können.
Aktuelle Aktivitäten
Die AG Kommunikation im Qualitäts- und Risikomanagement arbeitet seit 2013 und hatte als erstes Opus ein Positionspapier Kommunikation im Qualitäts- und Risikomanagement vorgelegt. Wir freuen uns über weitere Interessierte, die sich an unseren Aktivitäten beteiligen möchten. Die Beschäftigung mit allen Aspekten der Kommunikation erweitert den Horizont und gibt allen Berufsgruppen in der Gesundheitsversorgung Anregungen für ihre Arbeit. Und auch in Sachen Humor in der Gruppenkommunikation können wir große Expertise vorweisen.
Bei Interesse wenden Sie sich gerne an die AG-Sprecher Katrin Stapenhorst und Dr. Markus Holtel. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite der AG.
In den kommenden Wochen stellen wir Ihnen unsere verschiedenen Arbeitsgruppen vor. Haben Sie Lust auf Mitgestaltung? Ob als Mitglied einer AG oder im fachlichen Austausch – die GQMG lebt vom Engagement ihrer Mitglieder.
Save the Date - Mitgliederversammlung 2025
Der Vorstand lädt alle Mitglieder herzlich ein, am Freitag, dem 7.11.2025 von 15 bis 17 Uhr an der digitalen Mitgliederversammlung der GQMG via Zoom teilzunehmen. Die offizielle Einladung mit weiteren Informationen erhalten Mitglieder der GQMG fristgerecht.
Freuen Sie sich auf aktuelle Berichte aus der Vorstandsarbeit sowie auf Einblicke in die Aktivitäten der Arbeitsgruppen, inklusive Vorstellung neuer praxisnaher Arbeitshilfen.
GQMG-Interviewpodcast – neue Episoden online
Episode 37: Was ist KI-Kompetenz?
Künstliche Intelligenz verändert unsere Arbeitswelt rasant – doch wie können wir sicherstellen, dass wir alle die nötigen Kompetenzen entwickeln, um souverän mit KI umzugehen?
Im aktuellen GQMG-Interviewpodcast haben Oliver Steidle und Dr. Thomas Petzold mit Nils Knoth (Universität Kassel) und Dr. Matthias Laupichler (Universitätsklinikum Bonn) über ihr spannendes Forschungsprojekt sprechen können. Ihr Ziel: KI-Kompetenz messbar machen und praxisnah vermitteln.
Episode 38: Cybersicherheit durch Recht
Cybersicherheit im Gesundheitswesen ist längst kein Randthema mehr – sie ist zur zentralen Herausforderung geworden. Im aktuellen „Puls der Transformation“-Podcast hatten Oliver Steidle und Dr. Thomas Petzold das Vergnügen, mit Dr. Tilmann Dittrich, Rechtsanwalt bei Wessing & Partner und Mitherausgeber des „Rechtshandbuch Cybersicherheit im Gesundheitswesen“, über die drängendsten Fragen und Entwicklungen zu sprechen.
GQMG-Wissenssnack
Veränderung
Veränderung ist die harmloseste Bezeichnung für einen Prozess, nach dessen Ablauf die Lage nicht mehr so ist wie am Anfang. Dramatisch kann man auch von einer Revolution sprechen oder – verhaltener – von einer Reform. Kennt man sich mit Fremdworten aus, kann man auch von Transformation, Metamorphose, Change sprechen.
Veränderung ist so harmlos, weil damit noch nichts ausgesagt wird. Das Wetter ändert sich, der Kontostand, die Pläne für die Zukunft, kurz, die Verhältnisse sind nicht mehr, wie sie mal waren. Mancher hat lange auf eine Veränderung gewartet, mancher ist fest überzeugt, dass früher alles besser war. Veränderung ist ihm ein Gräuel. Wer sich in den Verhältnissen gut eingerichtet hat, scheut jede Veränderung. Wer im Elend feststeckt, für den kann nur eine Veränderung helfen, egal, was geschieht.
Das Wort ist so harmlos, weil nicht gesagt wird, was sich verändert. Ist die Veränderung von selbst eingetreten oder hat jemand daran gedreht? Wir können Veränderungen wahrnehmen („konstatieren“). Wir können sie aber ohne nähere Angaben nicht bewerten. Wenn wir die Veränderung betrachten, sagen wir noch nichts zum Ergebnis oder den noch nicht absehbaren Folgen.
Veränderungen läuten nicht die Glocken des Fortschritts. Manchmal verbessern sich die Verhältnisse. Manchmal verschlechtert sich die Lage. Auch Rückschritt ist eine Veränderung. Selbst Fortschritt ist ein zunächst bedeutungsloses Wort. Was schreitet voran? Was nimmt zu? Der Hunger auf der Welt? Die Gewalt? Die Geschwindigkeit des Wandels? Selbst wer das Ziel seiner Veränderungen fest im Auge hat und sich durch nichts in seinem Eifer beirren lässt, landet vielleicht am Ende, wo er nicht hinwollte. Luther wollte einige Missstände der Bußpraxis ändern und hat am Ende das christliche Europa gespalten. Lenin wollte Frieden und Wohlstand für die Arbeiterklasse, die bald in Bürgerkrieg und Hungersnot versank.
Veränderung, Reform, Wandel, Fortschritt sind sinnbefreite Catch-words der Propaganda- oder Werbesprache. Nicht, dass man nicht überlegen sollte, was gut oder schlecht an ihnen wäre. Das kann man, muss man sogar. Man kann aber immer nur über das Was und Wie und – besonders wichtig - das Für Wen sprechen. Veränderung „an sich“ ist moralisch weder gut noch böse - selbst, wenn sie den inneren Seelenfrieden stärkt.
Also mal als Beispiel: Die Veränderung ist die Verlagerung von Leistungen, die das Krankenhaus bisher nach einem Behandlungstarif für stationäre Behandlungsbedingungen abgerechnet hat. Sie dürfen und sollen nun bevorzugt ohne Krankenhauspflege (ambulant) erbracht werden. Dafür wird ein eigener Tarif vereinbart, der – keine Überraschung – etwas niedriger ist als der für stationäre Leistungen.
Der Veränderungsprozess heißt Ambulantisierung. Gut oder schlecht? Nun, das hängt davon ab, für wen: Wir wissen noch nicht, ob der gewünschte Effekt eintritt. Wenn es so kommt, werden sich darüber die Vertragsärzte freuen? Die Krankenhäuser? Die Patienten? Die Krankenkassen? Mal sehen, was die Veränderung bringt.
Aktuelles
Save the Date: Welttag der Patientensicherheit
Unter dem diesjährigen Motto: „Patientensicherheit von Kind an – eine Investition fürs Leben“ findet am 17.9.2025 der Welttag der Patientensicherheit statt.
Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. ruft auch in diesem Jahr alle Akteure im Gesundheitswesen auf, sich mit eigenen Aktionen rund um den 17.9.2025 zu beteiligen und Patientensicherheit so sichtbar zu machen. Seien Sie dabei!
Hierfür haben Sie die Möglichkeit, diverse Materialien für Ihre jeweiligen Aktionen zum Welttag der Patientensicherheit kostenfrei zu bestellen und Ihre Aktionen auf der APS-Webseite anzumelden.
Sicherheit in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen
7. Kölner QM-Tag, ein Fachsymposium zum Tag der Patientensicherheit: 17.9.2025 von 09:00 bis 17:00 im Forum der Uniklinik Köln. Ein ehemaliges Mitglied der Regierungskommission berichtet über die politischen Rahmenbedingungen und wie sie entstehen, weitere Fachleute referieren über die sichere Medikation bei Kindern, den Start ins Leben, wie werden äußere Gefahren für Kinder erkannt, wie werden seltene Erkrankungen diagnostiziert. Zum Abschluss wird über die interdisziplinäre Versorgung in der Uniklinik diskutiert. Die Anmeldung über QR-Code im Flyer
Tool-Kit zur Bewertung von Gesundheitsinformationen
Das Deutsche Netzwerk für evidenzbasierte Medizin DNebM hat ein Instrument zur Bewertung der Qualität von Gesundheitsinformationen (GI) vorgestellt, das MAPPinfo (Mapping the Quality of Health Information). Das Instrument basiert auf den Empfehlungen der Leitlinie evidenzbasierte Gesundheitsinformation und ist das erste Instrument, das die Leitlinienempfehlungen systematisch und präzise operationalisiert. Durch seine benutzerfreundliche Gestaltung kann es zuverlässig von Personen ohne spezielle Ausbildung oder Vorkenntnisse in evidenzbasierter Medizin angewendet werden. Die Bewertung erfolgt anhand von 19 Kriterien, die vier zentrale Qualitätsaspekte abdecken: (1) Definition, (2) Transparenz, (3) Inhalt und (4) Präsentation. Das Handbuch enthält das gesamte Instrument einschließlich Good-Practice-Beispielen. MAPPinfo ist als Screening-Instrument validiert und hat sich als zuverlässiges Werkzeug erwiesen, um eine valide Einschätzung der Informationsqualität im Sinne der Leitlinienempfehlungen zu ermöglichen.
Die Leitlinie evidenzbasierte Gesundheitsinformation des DNebM von 2017 wird zurzeit überarbeitet.
Systematische Erfassung und Diskussion intraoperativer unerwünschter Ereignisse mittels ClassIntra®: Ergebnisse einer qualitativen Kontextanalyse vor der Implementierung
Intra- und postoperative unerwünschte Ereignisse (UEs) sind für Patienten verheerend und für Gesundheitssysteme kostspielig. Im Jahr 2008 wurde die Surgical Safety Checklist der Weltgesundheitsorganisation eingeführt, um Morbidität und Mortalität zu minimieren und die Teamleistung zu verbessern. Sie besteht aus drei Teilen, wobei der dritte Teil, der Check-out am Ende der Operation, in der Regel vernachlässigt wird. Die Behandlung intraoperativer UEs und die Besprechung des folgenden postoperativen Managements sollten Gegenstand des Check-outs sein. Um dieses Problem anzugehen, wird derzeit in der Schweiz ein nationales, multizentrisches Projekt zur Qualitätsverbesserung durchgeführt. In diesem Projekt wird die Wirksamkeit und Implementierung einer systematischen Erfassung intraoperativer UEs mit Hilfe des generischen Klassifikationssystems für intraoperative UEs und einer interdisziplinären Diskussion während des Check-outs evaluiert. Die aktuelle Studie, die in der Vorimplementierungsphase von CIBOSurg durchgeführt wurde, zielt darauf ab, bestehende Praktiken und Determinanten der Implementierung einer systematischen Erfassung von intraoperativen UEs, der Wahrnehmung von ClassIntra® und deren Implementierung während des Check-outs zu bewerten.
Die Studienergebnisse beschreiben die aktuelle Praxis und liefern gleichzeitig Erkenntnisse, wie intraoperative UEs besser diskutiert, systematisch erfasst und der Check-out verbessert werden können. Die Implementierung von ClassIntra® wird grundsätzlich positiv bewertet. Die Ergebnisse verdeutlichen eine kritische Lücke in der chirurgischen Sicherheitspraxis und bieten eine Grundlage für die Entwicklung der Implementierung.
Beziehung zwischen der Belegung von Krankenhauseinheiten und Stürzen auf Station und Bewertung des Sturzrisikos: eine retrospektive Kohortenstudie
Untersuchungen zu Stürzen auf Station und Präventionsmaßnahmen werden in erster Linie von Pflegeteams durchgeführt. Hohe Belegungsgrade können die Pflegeteams darin einschränken, diese Aufgaben rechtzeitig und effektiv zu erbringen. Untersucht wurde der Zusammenhang von Krankenhausbelegung mit der Rate der Stürze auf Station und dem Abschluss der Bewertung des Sturzrisikos in einem großen Netz von Lehrkrankenhäusern in Ontario, Kanada zwischen 2017 und 2020. Ausgewertet wurden die Daten von über 80 000 Patienten.
Die Studie belegt einen signifikanten Anstieg der Sturzrate und einen Rückgang der Risikobewertung, wenn die Auslastung einen Kipppunkt von 77% überschritt. Die Ergebnisse legen die Entwicklung von Sicherheitsprotokollen nahe, die auf Zeiten hoher Kapazitätsbelastung zugeschnitten sind, um die Pflegeteams dabei zu unterstützen, Risikoabschätzungen durchzuführen und Interventionen für Patienten mit hohem Sturzrisiko zu priorisieren.
Accreditation 360 – der neue Standard der Joint Commission
Die Anforderungen an die Akkreditierung von Akut-Krankenhäusern durch die Joint Commission wurden optimiert, um den Aufwand für die Nachweisführung zu reduzieren.
Im Rahmen ihrer kontinuierlichen Bemühungen um Verbesserung des Akkreditierungsprozesses hat die Joint Commission ihre Standards für Krankenhäuser und Leistungselemente (Elements of Performance EPs) für Akut-Krankenhäuser überarbeitet, um die Belastung der akkreditierten Organisationen zu verringern. Die Überarbeitungen straffen den Ansatz und konzentrieren sich auf die Krankenhäuser in den Vereinigten Staaten, die weitere Anforderungskataloge erfüllen müssen (Conditions of Praticipation (CoPs) der Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS). Folglich wird in den Aktualisierungen kenntlich gemacht, welche Anforderungen der Joint Commission über die regulatorischen Anforderungen hinausgehen. Die Überarbeitungen schaffen den Einrichtungen, die eine Akkreditierung beantragen, mehr Klarheit. Manche Anpassungen sind erheblich, neue Konzepte werden aber nicht eingeführt. Das Manual tritt am 1.1.2026 in Kraft.
Langzeitüberleben nach Behandlung in zertifizierten Lungenkrebszentren und nicht zertifizierten Krankenhäusern: Ergebnisse einer großen deutschen Kohortenstudie mit klinischen Routinedaten
Das schon letzte Jahr viel diskutierte WiZen-Studie von V. Völkel et al. nun ordentlich publiziert in Das Gesundheitswesen.
Die WiZen-Studie untersucht, ob die Behandlung von Patienten mit Lungenkrebs in von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Krankenhäusern mit langfristigen Überlebensvorteilen verbunden ist. Die Studie wertet die Daten der größten deutschen gesetzlichen Krankenversicherung AOK, vier regionaler, bevölkerungsbezogener klinischer Krebsregister (KKR) und die standardisierten Qualitätsberichte der Krankenhäuser aus. Am Ende basieren die Aussagen auf Daten von 173.999 Patienten mit neu diagnostiziertem Lungenkrebs, die zwischen 2009 und 2017 eine Primärbehandlung ihres Lungenkrebses erhielten.
In den beiden Gruppen, die in zertifizierten und nicht-zertifizierten Krankenhäusern behandelt wurden, waren Alter, Geschlecht, Begleiterkrankungen und die meisten Tumoreigenschaften annähernd gleich verteilt. Der Kaplan-Meier-Schätzer für das 5-Jahres-Gesamtüberleben lag bei 28,0 % für Patienten in zertifizierten und bei 16,9 % in nicht-zertifizierten Krankenhäusern (GKV-Daten; KKR-Daten: 21,4 % vs. 13,6 %). Die Cox-Regression, adjustiert für relevante Störfaktoren, ergab Hazard Ratios von 0,97 (GKV-Daten; 95 % CI 0,94, 1,00) und 0,85 (KKR-Daten; 95 % CI 0,82, 0,88) für die Gesamtmortalität. Das adjustierte Hazard Ratio für das rezidiv freie Überleben (KKR-Daten, UICC-Stadium I-III, nur R0) lag bei 0,82 (95 % CI 0,75, 0,90).
Das Ergebnis der Auswertung legt nahe, dass eine Behandlung in zertifizierten Lungenkrebszentren mit relevanten Überlebensvorteilen verbunden ist. Die Zertifizierung fördert die Qualität der Behandlung.
Berufliches, Persönliches
Als neue Mitglieder der GQMG begrüßen wir:
Nicole Seufert aus Eisenhüttenstadt, Qualitäts- und Risikomanagerin
Grit Weber-Gläser aus Großolbersdorf, Beauftragte für Externe Qualitätssicherung
Melanie Honekamp-Schuboth aus Ahaus, Inhaberin MHS Consulting for HealthCare
Dr. Monika Bücheler aus Saarbrücken, Leiterin der Geschäftsstelle Landesarbeitsgemeinschaft im Saarland
Ulrike Haarmann aus Kreisklinik Roth, Qualitäts-, Risiko- und Beschwerdemanagement
Als neue institutionelle Mitglieder der GQMG begrüßen wir:
Gesundheitsholding Lüneburg GmbH, vertreten durch Alina Sommer und Tina Ramm, Leitung Qualitätsmanagement
nordBLICK Augenklinik Bellevue GmbH aus Kiel, vertreten durch Dennis Marquardt, Qualitätsmanagement
Aus der Normenschmiede
DIN ISO 13528:2025-07 (D/E)
Statistische Verfahren für Eignungsprüfungen durch Vergleiche zwischen Laboratorien (ISO 13528:2022); Deutsche und englische Fassung
Dieses Dokument enthält detaillierte Beschreibungen von statistischen Verfahren für Anbieter von Eignungsprüfungen, damit sie diese zur Planung von Eignungsprüfungsprogrammen und zur Auswertung der aus diesen Programmen erhaltenen Daten anwenden. Dieses Dokument enthält Empfehlungen zur Interpretation von Daten aus Eignungsprüfungen durch Teilnehmer an derartigen Programmen und durch Akkreditierungsstellen. Die Verfahren in diesem Dokument können angewendet werden, um nachzuweisen, dass die von Laboratorien, Inspektionsstellen und Einzelpersonen erzielten Messergebnisse den festgelegten Kriterien für akzeptable Leistung entsprechen. Dieses Dokument gilt für Eignungsprüfungen, bei denen die berichteten Ergebnisse entweder quantitative Messungen oder qualitative Beobachtungen an Eignungsprüfungsgegenständen sind.
ZEFQ
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KRH Klinikum Region Hannover sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt für die KRH Akademie einen Qualitätsmanagementbeauftragter, befristet für 1,5 Jahre (m/w/d). [mehr ...]
Wir machen eine kurze Newsletter-Sommerpause und sind im September wieder für Sie da!
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