Juni 2026

Neues aus der GQMG

  • Reminder: Frühbucherrabatt für das GQMG-Summercamp 2026 sichern!
  • Neue Arbeitsgruppe der GQMG: Qualität in der Psychiatrie
  • Gemeinsam entscheiden – gemeinsam Versorgungsqualität gestalten
  • GQMGimpuls: Die neuen Inhalte der DIN EN ISO 9001
  • Einblick in den GQMGimpuls: KI managen – Chancen nutzen, Risiken steuern
  • Pflegemanagement-Award 2027
  • GQMG-Interviewpodcast – neue Episoden online
  • GQMG-Wissenssnack

Aktuelles

  • Künstliche Intelligenz in der evidenzbasierten Gesundheitspolitik
  • Ökologischen Fußabdruck der Anästhesie senken
  • International Health Care System Profiles
  • Verringerung unbegründeter Schwankungen in niedrigwertiger Gesundheitsversorgung in Norwegen
  • Landesweite Prüfung und Rückmeldung zur Reduzierung der Übernutzung von pathologischen Untersuchungen
  • Neuere klinische Methoden zur Analyse von Vorfällen in Akutversorgungseinrichtungen
  • Verordnung von Bildgebung auf der falschen Seite: automatisierte Erkennung
  • Verbesserung der intraoperativen Sicherheit durch ein smartes System
  • Berufliches, Persönliches
  • Journal Club
  • CIRS-Fälle
  • Juristisches, Regulatorisches
  • Aus der Normenschmiede
  • ZEFQ
  • Veranstaltungen und Seminare
  • Stellenangebote
  • Impressum

Neues aus der GQMG

Reminder: Frühbucherrabatt für das GQMG-Summercamp 2026 sichern!

Das GQMG-Summercamp 2026 verbindet gemeinsames Arbeiten, Reflexion und neue Perspektiven für Qualität und Sicherheit im Gesundheitswesen. In einer besonderen Atmosphäre bietet das Summercamp Raum für vertiefte Diskussionen, praxisnahen Erfahrungsaustausch und neue Impulse für die tägliche Arbeit.

Das GQMG-Summercamp 2026 findet vom 20.–22. August 2026 im Kloster Schmerlenbach bei Aschaffenburg statt.

Bis zum 3. Juli 2026 besteht noch die Möglichkeit, vom Frühbucherrabatt zu profitieren.

Anmeldung bis 13. August 2026.

Nutzen Sie die Gelegenheit für fachlichen Dialog, neue Perspektiven und nachhaltige Impulse für Ihre Arbeit.

Neue Arbeitsgruppe der GQMG: Qualität in der Psychiatrie

Die Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung (GQMG) gründet derzeit eine neue Arbeitsgruppe mit dem Schwerpunkt „Qualität in der Psychiatrie“.

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, aktuelle Fragestellungen des Qualitätsmanagements in der psychiatrischen Versorgung aufzugreifen, Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen und gemeinsam Impulse für die Weiterentwicklung der Qualitätsarbeit zu entwickeln. Die konkreten Themen werden von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe gemeinsam erarbeitet und festgelegt, sodass die inhaltliche Ausrichtung aktiv mitgestaltet wird.

Mitmachen erwünscht!

Für den Aufbau einer breit aufgestellten und praxisnahen Arbeitsgruppe suchen wir engagierte Vertreterinnen und Vertreter psychiatrischer Fachkliniken und Fachbereiche, die Interesse an einer Mitarbeit haben.

Die AG-Treffen finden virtuell statt.

Eine Mitgliedschaft in der GQMG ist für die Mitarbeit nicht erforderlich.

Interesse geweckt?

Die Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung (GQMG) ist eine interdisziplinäre wissenschaftliche Fachgesellschaft, die sich für die Weiterentwicklung von Qualität und Patientensicherheit im Gesundheitswesen einsetzt. Sie fördert den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis, entwickelt Konzepte und Methoden des Qualitäts- und Risikomanagements weiter und bietet mit ihren Arbeitsgruppen eine Plattform für die gemeinsame Bearbeitung aktueller Themen der Gesundheitsversorgung. Weitere Informationen zur GQMG und den bereits stattfindenden Arbeitsgruppen finden Sie unter www.gqmg.de.

Die Anmeldung erfolgt über das Microsoft-Formular. Den Link finden Sie unten.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und freuen uns, wenn Sie diesen Beitrag mit interessierten Kolleginnen und Kollegen teilen.

Gemeinsam entscheiden – gemeinsam Versorgungsqualität gestalten

Für die GQMG ist eine patientenzentrierte Versorgung ein zentraler Bestandteil von Qualitätsmanagement. Shared Decision Making (SDM) stärkt die aktive Beteiligung von Patientinnen und Patienten und trägt dazu bei, Entscheidungen zu treffen, die sowohl medizinisch fundiert als auch individuell passend sind.

Vom bloßen Nicken zur echten Entscheidung

„MiT MiR! – Gemeinsam besser entscheiden“ stellt die gemeinsame Entscheidungsfindung in den Mittelpunkt der Versorgung. Shared Decision Making bedeutet: Medizinische Expertise trifft auf die Werte, Bedürfnisse und Lebensumstände der Patientinnen und Patienten.

Die Kampagne „MiT MiR! – Gemeinsam besser entscheiden“ und die dazugehörigen Informationsmaterialien wurden vom Aktionsbündnis Gemeinsam entscheiden entwickelt – mit maßgeblicher Unterstützung durch das Nationale Kompetenzzentrum Shared Decision Making in Kiel. Unter der Leitung von Prof. Dr. Friedemann Geiger wird dort daran gearbeitet, die gemeinsame Entscheidungsfindung aus der Forschung in die tägliche Praxis von Kliniken und Praxen zu übertragen.

 Die drei Fragen vor dem „Ja“:

  1. Welche Möglichkeiten habe ich?
  2. Welche Vor- und Nachteile gibt es?
  3. Wie wahrscheinlich treten diese bei mir ein?

Studien zeigen: Patientinnen und Patienten, die aktiv in Entscheidungen einbezogen werden, sind zufriedener, haben realistischere Erwartungen und tragen ihre Therapieentscheidungen konsequenter mit. Zudem reduziert Shared Decision Making Über-, Unter- und Fehlversorgung. Die gemeinsame Entscheidungsfindung ist zudem seit 2013 im Patientenrechtegesetz verankert.

Auch Pflegefachkräfte spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie begleiten Entscheidungsprozesse, unterstützen Patientinnen und Patienten dabei, Fragen zu formulieren und eigene Prioritäten einzubringen.

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unten.

GQMGimpuls: Die neuen Inhalte der DIN EN ISO 9001

Die Überarbeitung der DIN EN ISO 9001 bringt zahlreiche Änderungen mit sich, die das Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen unmittelbar betreffen. Insbesondere die Themen Kontext der Organisation (Kapitel 4), Führung (Kapitel 5), Planung (Kapitel 6), Unterstützung (Kapitel 7), Betrieb (Kapitel 8), Bewertung der Leistungen (Kapitel 9) sowie der Umgang mit Chancen und Risiken gewinnen weiter an Bedeutung.

Bereits auf der GQMG-Jahrestagung 2026 wurde deutlich, wie groß das Interesse an den neuen Anforderungen und deren praktischer Umsetzung ist. Im nächsten GQMGimpuls greifen wir dieses hochaktuelle Thema auf und zeigen anhand konkreter Beispiele, wie die neuen Inhalte in die Praxis integriert werden können.

Im Fokus stehen unter anderem:

  • Umgang mit Chancen und Risiken
  • Integration neuer Anforderungen in das Qualitätsmanagementsystem
  • Nutzung bestehender Instrumente, z. B. SWOT-Analysen
  • Vorstellung neuer Ansätze und praktischer Umsetzungsmöglichkeiten

Referentinnen:
Sabine Katzenbogner und Hannelore Josuks

Moderation:
Dr. Susanne Eberl

Tragen Sie sich den Termin schon jetzt in Ihren Kalender ein und nutzen Sie die Gelegenheit, praxisnahe Impulse zu erhalten, Erfahrungen auszutauschen und die Zukunft des Qualitätsmanagements aktiv mitzugestalten:

14. Juli 2026
16:00–17:00 Uhr

Die Veranstaltung der GQMG ist kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung zu besuchen. Weitere Themen und den Zugangslink finden Sie hier. 

Einblick in den GQMGimpuls: KI managen – Chancen nutzen, Risiken steuern

Am 9. Juni 2026 durften wir beim GQMGimpuls spannende Einblicke in die praktische Umsetzung von Künstlicher Intelligenz im Krankenhaus gewinnen.

Referentin Isabell Weber, Leitung Qualitätsmanagement am Universitätsklinikum Leipzig, stellte eindrucksvoll dar, wie das UKL seit Herbst 2024 die Anforderungen der europäischen KI-Verordnung systematisch in die klinische Praxis überführt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie ein KI-Managementsystem aufgebaut werden kann, das Innovation ermöglicht und gleichzeitig Patientensicherheit, Compliance und Governance sicherstellt. Die zentralen Learnings für die Praxis:

  • KI braucht Governance: Der erfolgreiche Einsatz von KI erfordert klare Verantwortlichkeiten, definierte Prozesse und ein strukturiertes Managementsystem.
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor: Am Universitätsklinikum Leipzig arbeitet eine bereichsübergreifende Arbeitsgruppe aus verschiedenen Fachbereichen gemeinsam an der Umsetzung regulatorischer Anforderungen.
  • Strukturierte Bewertung neuer KI-Anwendungen: Neue Vorhaben werden systematisch erfasst, geprüft und bewertet. Dadurch entsteht ein nachvollziehbarer Prozess, der sowohl klinische als auch regulatorische Anforderungen berücksichtigt.
  • Richtlinien und Qualifizierung schaffen Sicherheit: KI-Richtlinien, Regelungen für den Einsatz von Large Language Models (LLMs), Schulungsangebote sowie ein zentrales KI-Register bilden die Grundlage für einen sicheren und verantwortungsvollen Einsatz.

Das Fazit des Impulses: KI-Management bedeutet weit mehr als Technologie. Entscheidend sind Governance, Transparenz und die Integration in bestehende Qualitäts- und Risikomanagementstrukturen.

Rund 40 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit zum Austausch über die praktische Umsetzung der KI-Verordnung und die Herausforderungen beim Aufbau geeigneter Managementstrukturen.

Ein herzliches Dankeschön an Isabell Weber für den fundierten und praxisnahen Vortrag sowie an Dr. Thomas Groß für die souveräne Moderation!

Exklusiv für Teilnehmende: Die Vortragsfolien stehen wie gewohnt über die GQMG zur Verfügung.

 Wir freuen uns bereits auf den nächsten GQMGimpuls!

Pflegemanagement-Award 2027

Menschen, die Verantwortung übernehmen und Innovationen vorantreiben, gestalten die Zukunft der Gesundheitsversorgung – ein Thema, das der GQMG besonders am Herzen liegt.

Der Bundesverband Pflegemanagement und Springer Pflege vergeben auch 2027 wieder den Pflegemanagement-Award. Mit der Auszeichnung werden Persönlichkeiten geehrt, die durch herausragendes Engagement, innovative Ideen und verantwortungsvolle Führung zur Weiterentwicklung der Pflege beitragen.

Nachwuchs-Pflegemanager des Jahres

Bis zum 1. Oktober 2026 können engagierte Nachwuchsführungskräfte nominiert werden. Gesucht werden Persönlichkeiten, die mit Kreativität, fachlicher Kompetenz, Empathie und innovativen Ideen die Pflege weiterentwickeln und Verantwortung übernehmen.

Pflegemanager des Jahres

Erfahrene Führungspersönlichkeiten werden durch eine unabhängige Fachjury vorgeschlagen und ausgezeichnet. Im Fokus stehen nachhaltiges und innovatives Handeln, Vorbildfunktion sowie der Einsatz für die Profession Pflege und die Förderung des Nachwuchses.

Die Verleihung des Pflegemanagement-Awards 2027 findet am 29. Januar 2027 im Rahmen einer Abendveranstaltung beim Kongress Pflege 2027 im dbb Forum Berlin statt. Die langjährigen Sponsoren Fresenius Kabi Deutschland und ZEQ unterstützen die Preisverleihung gemeinsam mit Arjo.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Nominierung finden Sie unten. 

GQMG-Interviewpodcast – neue Episoden online

Episode 59: DiGA - Innovation für die Versorgung!?

Im aktuellen Gespräch von „Puls der Transformation“ haben Oliver Steidle und Dr. Thomas Petzold mit Dr. Madlen Scheibe begrüßen – Leiterin des Forschungsbereichs Digital Health am Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV) in Dresden und Top‑3 „Digital Female Leader“ in der Kategorie Health.

Thematisiert wurde, warum Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) mehr sind als „nur eine App“ und welche Rolle Evidenz, Datenschutz und Datensicherheit bei der Zulassung durch das BfArM spielen. Dabei ist wichtig zu wissen: DiGA müssen einen positiven Versorgungseffekt nachweisen – sei es durch medizinischen Nutzen oder durch patientenrelevante Struktur‑ und Verfahrensverbesserungen wie Gesundheitskompetenz, Adhärenz oder Patientensouveränität.

Episode 60: LLM von der Forschung in die Praxis

In dieser Episode von „Puls der Transformation“ sprechen Oliver Steidle und Dr. Thomas Petzold mit Herrn PD Dr. Keno Bressem (Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie, Deutsches Herzzentrum der TU München) und René Herzer (Co-Founder Basebox) über den praktischen Einsatz von KI in der Klinik – sicher, regulierungskonform und nutzbringend für Forschung und Versorgung.

Ausgangspunkt ist ein beeindruckender Use Case: die Strukturierung von rund 2,5 Millionen radiologischen Befundtexten mittels großer Sprachmodelle. Aus Freitext werden strukturierte Templates, die als Grundlage für Forschung, Qualitätssicherung und das Training bildbasierter Modelle dienen.

GQMG-Wissenssnack

Design and Development

Bei der Übersetzung der Überschrift des Abschnittes 8.3. ISO 9001 ins Deutsche fiel schon immer das Wort „Design“ aus. Vielleicht, weil im Deutschen darunter die Gestaltung der äußeren Form industriell gefertigter Gegenstände verstanden wird. Man könnte Design besser mit Entwurf, Idee eines Produktes übersetzen – dann wäre klarer, was mit diesem meist unterschlagenen Abschnitt gemeint ist.

Produkte fallen nicht vom Himmel. Der Abschnitt handelt davon, wie Ideen in brauchbare Produkte überführt werden. Dafür haben große Unternehmen ganze Entwicklungsabteilungen mit Laboren, Technikern und Designern. Kleinere Unternehmen – wenn sie nicht Start-ups sind – entwickeln nicht selbst. Sie übernehmen die Entwicklungsergebnisse für Ihre Produktion in Lizenz oder als Auftragsfertigung.

Krankenhäuser haben keine Entwicklungsabteilungen. Forschung ist an Universitäten, bis auf Ausnahmen, keine Produktentwicklung, sondern eine akademische Tätigkeit. Also streicht man beim Zertifizierungsaudit dieses Thema als „nicht zutreffend“ aus dem Pflichtenheft.

Das geht aber nicht mehr. Man darf keine ganzen Abschnitte streichen, sondern nur einzelne Forderungen, wenn dadurch der Nachweis nicht leidet, dass das Unternehmen jederzeit fähig ist, die Anforderungen der Kunden an Produkte und Dienstleistungen zu erfüllen. Ein Arzneimittel muss wirksam, sicher und annehmbar sein; ein Medizinprodukt muss die grundlegenden Anforderungen an Funktionalität und Sicherheit erfüllen. Eine Laboruntersuchung soll korrekt und präzise sein. Der alte Spott, nach ISO 9001 könne man auch Schwimmwesten aus Beton zertifizieren, übersieht den Abschnitt 8.3. Schon ein Versuch mit n=1 schließt Beton als Material mit genügend Auftrieb aus.

Nicht jedes Produkt lässt sich aber so einfach bewerten. Nicht aus jedem Ergebnis lässt sich die Qualität ablesen. Das gilt für Produkte und Dienstleistungen gleichermaßen. Zwei Beispiele sollen das verdeutlichen:

Ziel der Sterilisation ist die Sterilität eines Produkts, genauer: die Freiheit des Sterilguts von vermehrungsfähigen Keimen. Kann man Sterilität aber sehen oder anfassen? Dann wäre sie nicht mehr steril. Sie kann in angemessener Zeit weder biologisch, chemisch noch physikalisch gemessen werden.

Warum vertrauen wir dem Verfahren trotzdem? Nach einer langen Entwicklungsphase haben wir experimentell optimale Parameter bestimmt. Werden bei der Dampfsterilisation Instrumente und Tücher bei 121 °C und 2 bar Dampfdruck für 20 Minuten sterilisiert, sind sie frei von vermehrungsfähigen Keimen. Die Summe der Experimente und Laboruntersuchungen nennt man Verifizierung. Das Ergebnis des Entwicklungsprozesses wurde in einer Norm festgehalten.

Wir prüfen nicht das Ergebnis der Sterilisation, sondern schließen von der Prozessbeherrschung auf ihre Wirksamkeit. In der Qualitätsmanagement-Norm werden solche Prozesse als „spezielle Prozesse“ bezeichnet, da ihre Qualität nicht allein durch eine abschließende Prüfung des Ergebnisses nachgewiesen werden kann.

Das Adjektiv ie Bezeichnung „speziell“ ist irreführend. So speziell sind die Prozesse gar nicht. Recht besehen sind fast alle Prozesse sind „speziell“. Am Ergebnis einer Laboruntersuchung lässt sich nicht ablesen, ob es richtig und präzis ist. Um sich von der Qualität einer Messung zu überzeugen, benötigen wir eine umfassende Verifizierung und wiederholte Kalibrierungen. Alle diagnostischen Prozeduren sind „speziell“.

Bei chirurgischen Verfahren lässt sich das unmittelbare operative Ergebnis manchmal ohne große Zweifel beurteilen. Aber nicht immer. Ohne eine Nachuntersuchung weiß niemand, ob es eine Infektion gibt, wie lange eine Prothese hält, wie lange ein Gefäßshunt offen bleibt oder wie sich die Beweglichkeit im Gelenk wiederherstellen lässt. Bei Arzneimitteln wird die Sicherheit durch präklinische Tests geprüft, und in klinischen Studien werden Dosis und Wirksamkeit bestimmt. Ein Arzneimittel ist nur ein weißes Pulver. Was es bewirkt, steht nicht drauf.

Selbst industrielle Produktionsverfahren sind speziell. Wenn eine Lichtmaschine 250 000 km durchhalten soll, müsste sie vor dem Einbau einen solchen Test überstehen. Das ist zerstörungsfrei nicht möglich. Also vertraut man bei der Herstellung auf die Verifizierungsergebnisse der Entwicklungsabteilung. Halten wir uns in einem beherrschten Prozess an deren Vorgaben, können wir auf das Ergebnis vertrauen. Nicht aus Erfahrung, sondern als Ergebnis eines Entwicklungsprozesses.

Der naive Glaube an eine unmittelbar ablesbare Ergebnisqualität medizinischer Behandlungen steht dem Verständnis des Abschnittes 8.3 der ISO 9001 entgegen. Und behindert ihre kritische Bewertung.

Was dafür getan werden muss, steht in 8.3 Entwicklung (Design and Development)

Aktuelles

Künstliche Intelligenz in der evidenzbasierten Gesundheitspolitik

Künstliche Intelligenz (KI) bekommt im Gesundheitsbereich immer mehr Einfluss auf evidenzbasierte Politikgestaltung (HTA), indem sie eine schnellere Analyse, Synthese und Nutzung großer und vielfältiger Datenquellen über den gesamten politischen Zyklus hinweg ermöglicht. Dieses Diskussionspapier untersucht die Schnittstelle von KI und HTA und erklärt, wie KI-Problemidentifikation, Politikgestaltung und -umsetzung durch verbesserte Datenintegration, prädiktive Modellierung, Szenario-Simulation und adaptives Feedback unterstützen kann. Es betont, dass KI menschliches Urteilsvermögen eher ergänzt als ersetzt, und hebt gleichzeitig ihr Potenzial hervor, die Evidenzbasis zu erweitern und zeitnahe, reaktionsschnelle und iterative Entscheidungen in komplexen Gesundheitskontexten zu unterstützen.

Das Papier analysiert die wichtigsten Risiken und Herausforderungen im Zusammenhang mit der KI-Integration, darunter Verzerrungen, Undurchsichtigkeit, Gerechtigkeitsbedenken, Datenverwaltung und regulatorische Lücken. Untersucht wird, wie diese die verschiedenen Phasen des Politikzyklus beeinflussen können. Sie überprüft relevante Governance-Rahmenwerke. Darüber hinaus schlägt es praktische Überlegungen für eine verantwortungsvolle Umsetzung vor, darunter menschliche Aufsicht, multidisziplinäre Zusammenarbeit, Ansätze mit gelebten Beweisen und risikobasierte Regulierung. Das Dokument richtet sich an politische Entscheidungsträger, Regulierungsbehörden und Gesundheitsakteure und bietet eine strukturierte Grundlage, um KI zu nutzen, um politische Prozesse zu stärken, Gesundheitsergebnisse zu verbessern und das öffentliche Vertrauen aufrechtzuerhalten.
World Health Organization (2026). Künstliche Intelligenz und evidenzbasierte Politik: aufkommende Herausforderungen und Chancen – Diskussionspapier.

Ökologischen Fußabdruck der Anästhesie senken

Bonner Experten forschen an einer Strategie zur Reduzierung des Propofol-Abfalls im OP. In Zeiten des Klimawandels müssen auch Kliniken nachhaltige Strategien zum Schutz von Ressourcen entwickeln. Denn die Gesundheitsversorgung trägt weltweit mit vier bis fünf Prozent der globalen Treibhausgasemissionen maßgeblich zu dieser Problematik bei. Insbesondere die Anästhesiologie und Intensivmedizin gehören zu den ressourcen- und energieintensivsten Bereichen.

International Health Care System Profiles

Der Commonwealth Fund in den USA hat seine Webseite „International Health Care System Profiles“ aktualisiert und erweitert. Sie umfasst nun 31 Länder und spiegelt die Vielfalt der Gesundheitsansätze weltweit wider. Nutzer können interaktiv auf Profile der Gesundheitssysteme verschiedener Nationen zugreifen oder diese herunterladen. Es gibt auch eine Vergleichsfunktion zum Vergleich von Gesundheitssystemen.

Verringerung unbegründeter Schwankungen in niedrigwertiger Gesundheitsversorgung in Norwegen: Beschreibung des NOR-Programms

Seit einiger Zeit wird nach den Gründen für die Variation in der Gesundheitsversorgung gefragt und wie Angemessenheit und Wert bestimmt werden können. Hier wird über das Norwegian Operational Group for Reevaluation (NOR)-Programm berichtet, das den Einsatz von Verfahren mit geringem Wert und ungerechtfertigte klinische Variationen reduzieren soll. Gesucht werden Methoden zur Auswahl von Verfahren mit geringem Wert, die sich für nationale, vielschichtige Interventionen zur Reduzierung der Nutzungsraten eignen. Erste Empfehlungen werden gemacht. Das Programm richtet sich auf drei Bereiche mit hoher Wirksamkeit aus: Schulterchirurgie, obere Magen-Darm-Endoskopie bei jüngeren Patienten und invasive Herzdiagnostik. Die Autoren argumentieren, dass eine sinnvolle Reduzierung der Übernutzung klinische Eigenverantwortung, Governance-Instrumente und neu gestaltete Versorgungswege erfordert, und schlagen vor, dass dieses Programm einen praktischen Fahrplan bietet, um Ressourcen von niedriger zu hochwertiger Versorgung zu verlagern. Die Ergebnisse für die Patienten lassen sich verbessern. Die Nachhaltigkeit des Gesundheitssystems wird unterstützt.

Mehr Informationen zur Arbeit der Kommission zur Variation im Gesundheitswesen, einschließlich der Initiative Better Care Everywhere, finden Sie unten.

Tjomsland O, Drewes C, Langeland H et al. Verringerung unbegründeter Schwankungen in niedrigwertiger Gesundheitsversorgung in Norwegen: Beschreibung des NOR-Programms.

Australian Commission on Safety and Quality in Health Care. Better Care Everywhere.

Landesweite Prüfung und Rückmeldung zur Reduzierung der Übernutzung von pathologischen Untersuchungen durch Hausärzte mit hohem Bedarf in Australien

Der Einsatz pathologischer Untersuchungen in der Allgemeinpraxis ist übermäßig. Rückmeldungen an Hausärzte (GPs) zu ihren Testanfragen (z. B. Audit und Feedback) sind eine mögliche Lösung, aber frühere randomisierte Studien zeigten gemischte Ergebnisse. Wir wollten die Wirksamkeit von Audit und Rückmeldungen im Vergleich zur Kontrolle ohne Intervention bewerten, um Anfragen nach häufig überstrapazierten Pathologie-Testkombinationen von häufig anfordernden Hausärzten zu reduzieren und zu bewerten, welche Audit- und Feedbackformate am effektivsten sind.

Die landesweiten Audits und das Feedback an hochgefragte australische Hausärzte reduzierten die Gesamtanfragen für zehn häufig überstrapazierte Pathologie-Testkombinationen im Vergleich zu keiner Intervention erheblich.

Weitergehende Aufklärung, Kosteninformationen und Broschüren verstärkten den Effekt nicht. Weitere Forschungen sind notwendig, um zu bestimmen, wie Audit- und Feedback-Interventionen optimiert werden können.

O’Connor DA, Glasziou P, Schram D, Gorelik A, Elwick A, McCaffery K, Thomas R, Buchbinder R. Statewide audit and feedback to reduce overuse of pathology testing by high-requesting general practitioners in Australia. The Lancet Regional Health – Western Pacific. 2026.

Neuere klinische Methoden zur Analyse von Vorfällen in Akutversorgungseinrichtungen: eine Scoping-Übersicht

Dieses Review fragt, welche Methoden heute bei der Analyse von Vorfällen in Akutkrankenhäusern eingesetzt werden. Wie wird die Häufigkeit von Fehlern gesenkt, wie wird aus ihnen gelernt? Untersucht wurden die Art der klinischen Vorfälle, welche Methoden zur Kundenbeteiligung an der klinischen Vorfallanalyse angewandt wurden und wie Daten genutzt wurden, um Verbesserungen in der klinischen Praxis zu erzielen.

Ausgewertet wurden 108 Studien aus 29 Ländern. Gefunden wurde eine Reihe von Analysemethoden einschließlich Root Cause Analysis, Human Factors und System Herangehensweise, künstliche Intelligenz (KI) wie Natural Language Processing and text mining. Von 2013 bis 2023 wurden 4 bis 10 Arbeiten pro Jahr veröffentlicht, 28 Publikationen im Jahr 2024. Seit 2021 wurde ein Anstieg der Berichte zu KI-Ansätzen beobachtet. In nur der Hälfte wurden Verbraucher-, Familien-, Patienten- oder Mitarbeiter beteiligt.  Wenn über das Vorgehen berichtet wurde, wurden als Reaktion Richtlinien oder Protokolle aktualisiert, zusätzliche Schulungen und Audits angesetzt sowie die Korrekturmaßnahmen überprüft.

Kynoch K, Liu X, Tan JY (Benjamin), et al. Contemporary clinical incident analysis methods in acute care settings: A scoping review. JBI Evidence Synthesis. 2026;24(5):926–971.

Verordnung von Bildgebung auf der falschen Seite: automatisierte Erkennung mittels elektronischer Daten aus Gesundheitsakten

Dieser validierte Ansatz bietet eine skalierbare Lösung zur automatisierten Erkennung potenzieller fehlerhafter Bildbestellung. Die Methodik nutzt allgemeine Daten der Patientenakte, um eine kontinuierliche Überwachung und Interventionsbewertung für eine verbesserte diagnostische Sicherheit zu unterstützen.

Kneifati-Hayek JZ, Peabody I, et al. Wrong-side imaging orders: automated detection using electronic health record data – a retrospective cohort study. BMJ Open Quality. 2026;15:e003969. doi:10.1136/bmjoq-2025-003969.

Verbesserung der intraoperativen Sicherheit durch ein smartes System zur Verifizierung chirurgischer Instrumente durch Computer-Vision-Technologie

Die Zählung chirurgischer Instrumente ist ein wichtiger Bestandteil der Patientensicherheit und der Vermeidung intraoperativer Risiken. Die manuelle Instrumentenzählung dauert in der Regel 15–30 Minuten und ist insbesondere unter Zeitdruck sehr fehleranfällig. Je mehr und je unterschiedlichere Instrumente eingesetzt werden, desto größer ist das Risiko von Zählfehlern.

Die Studie präsentiert einen smarten Prototyp zur Verifikation chirurgischer Instrumente und belegt die Machbarkeit eines multimodalen Sicherheitsprüfsystems in einem spezifischen orthopädischen Instrumentenzählszenario.

Die Hauptbeiträge der Studie sind:

• Entwicklung eines Workflow-Prototyps, der Instrumentenerkennung, elektronische Wägung und Abweichungswarnungen integriert.
• Einsatz einer gewichtsbasierten Kreuzverifikation zur Ergänzung der visuellen Erkennung und zur Verbesserung der Zuverlässigkeit der Prüfung.
• Entwicklung einer modularen Systemarchitektur mit Potenzial für Erweiterungen auf das perioperative Sicherheitsmanagement.

Zukünftige Nutzertests in realen oder simulierten klinischen Umgebungen sollen die Benutzerfreundlichkeit und die Kompatibilität mit klinischen Arbeitsabläufen weiter bewerten. Die Studie verdeutlicht das Potenzial digitaler und KI-gestützter Technologien, die intraoperative Patientensicherheit nachhaltig zu stärken und Risiken im Operationssaal zu reduzieren.

Huang TW, Wong JT, Chiu MC, Weng SJ. Improving intraoperative safety through a smart surgical instrument verification system using computer vision technology. International Journal for Quality in Health Care. Published online May 4, 2026.

Berufliches, Persönliches

Dr. Thilo Grüning übernimmt die Leitung des IQTIG

Er wechselt nach zehn Jahren bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) an die Spitze des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG). Seine Position als Leiter des Geschäftsbereichs Qualität der Versorgung und Psychiatrie hat er Ende April verlassen. Die IQTIG-Leitung übernimmt er zum 1. Juli.

Grüning hat die stationäre Qualitätssicherung bei der DKG über ein Jahrzehnt mitgestaltet. Er bringt Erfahrung aus zwei zentralen Institutionen des Selbstverwaltungssystems mit: der DKG und dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Als ausgebildeter Anästhesist, der in Kliniken in Deutschland und England tätig war, konnte er Entscheidungen der Selbstverwaltung mit der klinischen Praxis verbinden.

Diese Kombination aus gesundheitspolitischer Expertise und praktischer Klinikkenntnis bringt er nun in seine neue Aufgabe beim IQTIG ein, das als unabhängiges Institut die externe Qualitätssicherung im deutschen Gesundheitswesen verantwortet.

Journal Club

Weniger Kontinuität führt zu mehr Beschwerden: Querschnittsstudie zum Zusammenhang zwischen relationaler Versorgung und Patientenbeschwerden in der englischen Allgemeinpraxis

Kontinuität der Bezugspersonen in der Versorgung steht für positive Patientenerfahrungen und Behandlungsergebnisse. In England nimmt die Kontinuität in der Primärversorgung seit einem Jahrzehnt ab. Gleichzeitig steigen die Patientenbeschwerden an. Diese Studie untersucht die Beziehung zwischen der Kontinuität der Bezugspersonen in der Versorgung und Patientenbeschwerden.

Die Daten wurden von 2016–2023 auf Praxisebene im English National Health Service (NHS) gewonnen (NHS Digital and General Practice Patient Survey (GPPS).

Selbstberichtete geringe Kontinuität der Primärversorgung ist in England mit mehr Patientenbeschwerden verbunden.

Chen J, Kasteridis P, Anteneh Z, Greenfield S, Scheibl F, Sterniczuk K, et al. Less continuity, more complaints: A cross-sectional study of the association between relational continuity and patient complaints in English general practice.

Maßnahmen zur Patientensicherheit bei virtueller Konsultation in der Primärversorgung: eine systematische Übersicht

Bei steigenden Zahlen virtueller Konsultationen in der Primärversorgung nimmt der Bedarf an Kennzahlen zur Bewertung ihrer Sicherheit zu. Diese Übersichtsarbeit identifiziert Sicherheitsmaßnahmen, die für die Sicherheitsbewertung virtueller Konsultationen in der Primärversorgung genutzt werden könnten.

Eingeschlossen wurden Studien, die virtuelle Konsultationen mit persönlichen Konsultationen in der Hausarztpraxis vergleichen. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden systematisch extrahiert und in übergeordnete Themenbereiche gegliedert, mit einer narrativen Synthese zur Zusammenfassung der Ergebnisse.

Lunova T, Hurndall KH, Kirk UB, et al. Patient safety measures for virtual consultations in primary care: a systematic review. BMJ Quality & Safety.

Annehmbarkeit von Textnachrichten zur Förderung von Ernährung und körperlicher Aktivität bei Menschen mit Diabetes Typ 2

Diese Studie untersuchte die Annehmbarkeit gezielter Textnachrichten, die sich auf Ernährung und körperliche Aktivität konzentrieren, für Menschen mit Diabetes Typ-2D, sowohl hypothetisch als auch bei Empfang. Textnachrichten können bei geringer Belastung eine kostengünstige Intervention bieten, die Relevanz für eine große Gruppe von Menschen ausbalancieren und gleichzeitig die Interaktion aufrechterhalten.

Simao SC, Musa C, French DP, Miles L. Acceptability of text messages promoting diet and physical activity among people with type 2 diabetes. University of Manchester and University of Oxford. doi:10.21203/rs.3.rs-9843451/v1.

CIRS-Fälle




Aus dem CIRS-Netzwerk der Partner:

InPASS, Inworks, Deutsche Gesellschaft für Patientensicherheit in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse und dem vdek

"Ultraschall-Narbenbehandlung mit Herzschrittmacher"










Aus dem Netzwerk CIRS Berlin

"Höhenverstellbare Therapieliegen wurden ohne eingestellte

Sicherheitsfunktion genutzt"









Aus dem Krankenhaus-CIRS-Netz Deutschland 2.0

"Bauliche Gegebenheiten der Türöffnung"






Juristisches, Regulatorisches

Vorstellung des neuen EUROLAB-Leitfadens zum Management digitalisierter Prozesse in Laboren, die nach ISO/IEC 17025:2017 akkreditiert sind

Ziel des Leitfadens ist es, zwei grundlegende Fragen zu beantworten:

  1.  "Wie erfüllt man die Anforderungen von ISO/IEC 17025:2017 im Zusammenhang mit der Nutzung digitaler Technologien und Informationssicherheit?" und
  2. "Wie digitale Technologien zur Unterstützung der Einhaltung der ISO/IEC 17025:2017-Anforderungen im Allgemeinen genutzt werden können".

Diese Leitlinie verknüpft ausführlich ISO/IEC 17025:2017 und ISO/IEC 27001:2022, listet die häufigsten Risiken in Laboren auf, schlägt eine Risikoanalysemethodik namens "risikobasierte Klassifikation" vor und gibt praktische Empfehlungen zu insgesamt zwanzig präventiven und korrektiven Maßnahmen (d. h. "Kontrollen"). Perspektiven für zukünftige Verbesserungen werden ebenfalls identifiziert.

Salingros E. Introducing the new EUROLAB guidance on managing digitalised processes in laboratories accredited to ISO/IEC 17025:2017. Accreditation and Quality Assurance. 2026;31:191–197.

Aus der Normenschmiede

TRBA 250:2025-11

Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe – Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege

DIN EN ISO 10012:2026-06

Qualitätsmanagement – Anforderungen an Messmanagementsysteme

DIN EN ISO 14001:2026-06

Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung

Die DIN EN ISO 14001:2026 ist die offizielle deutsche Sprachfassung der internationalen Norm ISO 14001 – Umweltmanagementsysteme: Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung. Sie bietet Unternehmen und Organisationen weltweit einen strukturierten Rahmen, um Umweltaspekte systematisch zu managen, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen und nachhaltige Unternehmensziele zu erreichen.

DIN EN ISO 53800:2026-05

Leitfaden für die Förderung und Umsetzung der Geschlechtergleichstellung und das Empowerment von Frauen

Die Norm gibt Organisationen Orientierung bei der Förderung von Geschlechtergleichstellung und der Stärkung von Frauen. Sie beschreibt Prinzipien und Maßnahmen zur Entwicklung chancengerechter Strukturen und zur Förderung einer inklusiven Organisationskultur.

DIN ISO 37001:2026-06

Managementsysteme zur Korruptionsbekämpfung - Anforderungen mit Leitlinien zur Anwendung (ISO 37001:2025) Seiten 64

Dieses Dokument legt Anforderungen fest und gibt Leitlinien für den Aufbau, die Verwirklichung, Aufrechterhaltung, Überprüfung und Verbesserung eines Managementsystems zur Korruptionsbekämpfung. Das System kann eigenständig oder in ein übergreifendes Managementsystem integriert sein. Das zuständige nationale Normungsgremium ist der Arbeitsausschuss NA 175-00-01 AA "Governance und Compliance-Management" im DIN-Normenausschuss Organisationsprozesse (NAOrg).

DIN SPEC 91494

Spiritual Care im Gesundheitswesen

Die DIN SPEC 91494 definiert Qualitätsstandards, Anforderungen und Begriffe für die Berücksichtigung spiritueller Bedürfnisse kranker und pflegebedürftiger Menschen in der stationären, teilstationären und ambulanten Versorgung. Darüber hinaus gibt sie Empfehlungen für die interprofessionelle Kommunikation und die Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich Spiritual Care.

ISO Audit Practice Group Übersetzung ins Deutsche

08. Mai 2026

Großartige Neuigkeiten für die deutschsprachige Auditorenszene! Die deutsche Übersetzung von "Auditing Climate Change Issues" ist dank des Engagements eines APG-Mitgliedes jetzt auf der ISO APG Website verfügbar.

ISO 9001-Artikel zu Audits sind bereits in mehreren Sprachen verfügbar. ISO will den Zugang noch weiter ausbauen. Da eine genaue Übersetzung Zeit in Anspruch nimmt, bitten wir alle Interessenten um ihre Meinung dazu, welche Arbeiten als Nächstes ins Deutsche übersetzt werden sollten.

Welche Arbeiten möchten Sie für die Übersetzung priorisieren? Bitte senden Sie Ihre Vorschläge an Maximilian Cerny-Probst (info@mccp-group.de) und Herick Lopez (herick.lopez@bqsenergy.com).

Ihr Feedback wird helfen, unsere Übersetzungsroadmap zu gestalten.

ZEFQ

Impressum

Der Newsletter der GQMG erscheint monatlich außer August und Dezember.
Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e. V. VR 8551
Düsseldorf
Industriestraße 154, D-50996 Köln info@gqmg.de
Vertreten durch 
Vorsitzende: Dr. med. Heidemarie Haeske-Seeberg, München
Stv. Vorsitzende: Dr. med. Heike Kahla-Witzsch, Bad Soden
Geschäftsführer: Jens Lammers, Münster

Content Creator
Dr. med. Ulrich Paschen

Redaktion

Redaktion, Grafik und Design: Frau Hanna Karabko MA, Dr. Ulrich Paschen
Gerne übernehmen wir Kongress- und Schulungsankündigungen und Stellenangebote in die entsprechenden Rubriken.
Beiträge von Mitgliedern der GQMG übernehmen wir im Rahmen der redaktionellen Möglichkeiten gerne in den Newletter.
Einzelne Beiträge geben nicht in jedem Fall die Auffassung der Gesellschaft wieder.

Anschrift
Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e. V. (GQMG)
Industriestraße 154
D-50996 Köln

Kontakt
E-Mail: gqmg-newsletter@gqmg.de
Internet: www.gqmg.de

Hinweis
Die im Newsletter veröffentlichten Beiträge geben die Meinung der jeweiligen Autorinnen und Autoren wieder und entsprechen nicht zwangsläufig der Auffassung der GQMG.

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