Neues aus der GQMG
- Alles auf einen Blick: Das ausführliche Programmheft zur GQMG-Jahrestagung 2025
- GQMGimpuls: Excellence – next Level
- Form ever follows function – auch beim ambulanten Operieren
- GQMG-Interviewpodcast – neue Episoden online
- GQMG-Wissenssnack
Aktuelles
- Die Bedeutung von Zertifikaten im Krankenhaus von Michael Sarbandi
- Gesetzliche Vorgaben zur Aufklärung und deren Einfluss auf die Patientenzufriedenheit
- Berufliches, Persönliches
- Buchempfehlung
- CIRS-Fälle
- Aus der Normenschmiede
- ZEFQ
- Veranstaltungen und Seminare
- Stellenangebote
Neues aus der GQMG
Alles auf einen Blick: Das ausführliche Programmheft zur GQMG-Jahrestagung 2025
Die 32. GQMG-Jahrestagung rückt näher, und wir freuen uns, Ihnen ein spannendes und vielseitiges Programm präsentieren zu können. Am 13. und 14. März 2025 laden wir Sie in die Medical School Hamburg ein, um gemeinsam über aktuelle Entwicklungen im Qualitäts- und Risikomanagement im Gesundheitswesen zu diskutieren. Die Tagung bietet nicht nur eine ideale Möglichkeit für den fachlichen Austausch, sondern auch die Gelegenheit, wertvolle neue Impulse für die eigene Arbeit mitzunehmen.
In diesem Jahr stehen besonders relevante Themen im Fokus, darunter die aktuellen Reformen im Gesundheitswesen, neue Ansätze zur Patientensicherheit sowie innovative Strategien für das Qualitätsmanagement. Spannende Fachvorträge anerkannter Qualitäter werden Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der Branche geben. So wird Jens Scholz über die besonderen Aufgaben der Universitätskliniken im Rahmen der Krankenhausreform sprechen, während Michael Greiling sich mit den Potenzialen der digitalen Prozessoptimierung auseinandersetzt. Auch im Abschlussplenum erwarten Sie aufschlussreiche Perspektiven: Erika Raab wird anschaulich erklären, wie Bürokratie und Komplexität im Krankenhaus wachsen, und Ralf Kuhlen wird die Bedeutung von Ergebnisqualität in der modernen Gesundheitsversorgung beleuchten. Freuen Sie sich auch auf unseren besonderen Vortrag "Kurs halten in stürmischen Zeiten – so bewältigen Sie den Wandel!" mit Lutz Herkenrath.
Neben den Vorträgen bietet die Tagung eine Vielzahl an interaktiven Workshops und Diskussionsformaten, die sich mit zentralen Fragestellungen des Qualitätsmanagements befassen. Ob es um die Messung und Darstellung von Pflegequalität, die aktuellen Entwicklungen rund um Never Events oder innovative Methoden wie Lego® Serious Play® im Qualitätsmanagement geht – die Teilnehmenden können sich auf spannende Impulse und praxisnahe Diskussionen freuen. Zudem gibt es Sessions zu Themen wie Krankenhausreform, Zertifizierungsverfahren und Patientensicherheit, in denen Sie nicht nur von den Erfahrungen erfahrender Expertinnen profitieren, sondern auch Ihre eigenen Perspektiven einbringen können.
Ein besonderes Highlight der Tagung ist der traditionelle Austausch unter den Teilnehmenden. Das abendliche Get-Together am ersten Veranstaltungstag bietet zudem eine entspannte Atmosphäre, um Kontakte zu vertiefen und Gespräche jenseits der Workshops zu führen.
Die Anmeldung zur GQMG-Jahrestagung ist noch bis zum 7. März 2025 möglich. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Ihr Wissen zu erweitern, neue Impulse für Ihre tägliche Arbeit zu gewinnen und die Zukunft des Qualitätsmanagements aktiv mitzugestalten. Weitere Informationen zu den abwechslungsreichen Tagungsinhalten entnehmen Sie bitte unserem ausführlichen Programmheft. Die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf unserer Webseite.
Seien Sie dabei, wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
GQMGimpuls: Excellence – next Level
Die drei führenden Preisausrichter für einen Excellenz-Preis im deutschsprachigen Raum haben gemeinsam das Excellence Framework Europe gestaltet. Es ist ein modelloffenes Konzept zur Bewertung der Reife der Unternehmensqualität beliebiger Organisationen. Mit einer anwendungsfreundlichen Reifegradmatrix erlaubt das neue Konzept die Einbindung der Mitarbeitenden ohne langwierige Schulungen zur Bewertungslogik.
Im Vortrag erfahren Sie, wie das Excellence Framework Europe gestaltet ist, welche Anwendungserfahrungen bereits aus den fast 20 bereits durchgeführten Assessments gewonnen wurden und erhalten die kompletten Unterlagen zu diesem Open-Source-Konzept.
Erfahren Sie am 11. März 2025 von 16 bis 17 Uhr in diesem GQMGimpuls von einem der Initiatoren dieses neuen Konzepts die Hintergründe und Vorteile für Ihre Anwendung. André Moll, Geschäftsführer der Initiative Ludwig Ehrhardt Preis, gibt einen Impuls und steht für Fragen gern zur Verfügung. Jan Richter wird die Veranstaltung moderieren.
Diese Veranstaltung der GQMG ist kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung zu besuchen.
Form ever follows function – auch beim ambulanten Operieren
Unter diesem Motto gestaltete Dr. Timo Schmidt, Leiter des Ambulanten OP-Zentrums am Klinikum St. Marien in Amberg, die GQMGimpuls-Veranstaltung am 11.2.2025. Von der Planung der Prozesse und der darauf abgestimmten Raumgestaltung bis hin zur personellen Besetzung veranschaulichte er die Erfahrungen, die man in Amberg mit dem ambulanten Operieren in den letzten Jahren gemacht hat. In einer regen Diskussion konnten noch Fragen geklärt werden wie: Wie wird mit Notfällen umgegangen? Ist die OP-Checkliste dieselbe wie im Zentral-OP? Was ist bei der Aufklärung zu beachten? Oder wer entscheidet ambulant vs. stationär? Wir bedanken uns für den lebendigen und praxisorientierten Vortrag.
GQMG-Interviewpodcast – neue Episoden online
Episode 26: Intelligenz, Mensch und Gesellschaft
In dieser Episode von "Puls der Transformation" sprechen Oliver Steidle und Thomas Petzold mit Dr. Michael Heinlein und Dr. Norbert Huchler vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. - ISF München über die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Gesellschaft und die Arbeitswelt. Sie diskutieren die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch, Technik und Organisation und stellen ihr neues Buch vor, das sich mit den sozialen Dynamiken und gesellschaftlichen Folgen dieser Schlüsseltechnologie beschäftigt. Inhalt des Gesprächs: - Einführung in das Thema KI: Was macht KI zu einer Schlüsseltechnologie, und welche gesellschaftlichen Erwartungen sind damit verbunden?
- Das Zusammenspiel von Mensch und KI: Wie verändert sich die Rolle des Menschen in der Interaktion mit KI-Systemen?
- Risiken und Chancen: Welche latenten Risiken birgt der Einsatz von KI, insbesondere im Gesundheitswesen? Wie können wir Wissensverlust und Abhängigkeiten vermeiden?
- Kritisches Denken im Umgang mit KI: Warum ist es wichtig, KI-Ergebnisse kritisch zu hinterfragen, besonders wenn diese Technologien immer zugänglicher werden?
- Gestaltung der Zukunft: Welche Schritte müssen unternommen werden, um eine verantwortungsvolle Integration von KI in unsere Arbeitswelt zu gewährleisten?
Hören Sie rein! Diese Episode bietet wertvolle Einblicke für alle, die sich für die Zukunft der Arbeit und den verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz interessieren. Das gesamte Buch zum Gespräch finden Sie hier.
Episode 27: Wie wir uns verstehen und was KI beitragen kann
In einem anregenden Gespräch mit PD Dr. Bruno Gransche und Prof. Dr. Arne Manzeschke wurde deutlich, wie komplex das Thema KI wirklich ist: - KI ist kein denkendes Wesen, sondern ein technisches System mit spezifischen Fähigkeiten
- Unsere Sprache und Metaphern beeinflussen stark, wie wir KI wahrnehmen und damit umgehen
- Es ist wichtig, kritisch zu hinterfragen, welche Auswirkungen KI-Systeme auf unsere Gesellschaft und unser Menschsein haben
Unsere Gäste vom KIT und der Evangelischen Hochschule Nürnberg fokussieren dabei auf die Kernfrage: In welcher Gesellschaft wollen wir leben und welche Rolle soll Technologie dabei spielen?
Was denken Sie? Wie können wir einen ausgewogenen und verantwortungsvollen Umgang mit KI in unserem Alltag und Berufsleben gestalten? Schreiben Sie uns gerne an: podcast@gqmg.de
Episode 28: Never Events nutzbar machen
In dieser Episode sprechen Oliver Steidle und Thomas Petzold mit Lisa Kneilmann und Frank Neugebauer vom Universitätsklinikum Münster über den Umgang mit Never Events:
Was versteht man unter Never Events? Wie kann die Liste der 26 Never Events des Aktionsbündnis Patientensicherheit im Krankenhaus genutzt werden? Welche Informationsquellen zur Risikoeinschätzung existieren? Wie hilfreich ist die Etablierung einer Just Culture? Welche internen und externen Kommunikationsstrategien bestehen? Wie bespricht man Never Events regelmäßig mit dem Top-Management?
Die Kernpunkte des Gespräches: - Never Events als Chance zur Prozessverbesserung nutzen
- Die einrichtungsspezifische Anpassung der Never Events ist erforderlich
- Transparente Kommunikation nach intern und extern fördern
Diskutiert wird auch die geplante anonyme Meldepflicht für Never Events und mögliche Vor- und Nachteile einer öffentlichen Kommunikation.
GQMG-Wissenssnack
Second Victim
Der amerikanische Internist Albert W. Wu hat im Jahr 2000 in einer Untersuchung über die psychische Belastung von Personal bei selbstbegangenen Fehlern in der Patientenversorgung den Begriff des Second Victim, dem zweiten Opfer einer Patientenschädigung geprägt. Als Betroffene wurden hier hauptsächlich Ärzten gesehen, während Patienten und Angehörige als First Victims beschrieben wurden. Mit dem Begriff sollte auf das tiefe Versagensgefühl bei bester Absicht und gewissenhaftem Vorgehen hingewiesen werden. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff auch auf das Erleben anderer traumatisierender Ereignisse und Berufserfahrungen bei allen an der Behandlung beteiligten Personen ausgedehnt.
Second Victims sind nach dieser Definition medizinische Fachpersonen, die durch einen unvorhergesehenen Zwischenfall am Patienten, einen medizinischen Fehler und/oder einer Verletzung von Patienten selbst zum Opfer werden, da sie durch dieses Ereignis selbst traumatisiert sind.
Die Entdeckung des Second-Victim-Phänomens hat dafür sensibilisiert, dass alle Mitglieder des medizinischen Personals betroffen sein können. Das neuere Konzept wurde vom European Researchers Network Working on Second Victims (ERNST) entsprechend erweitert: “Any health care worker, directly or indirectly involved in an unanticipated adverse patient event, unintentional healthcare error, or patient injury, and who becomes victimized in the sense that they are also negatively impacted”. In einer Deutsch-sprachigen Initiative wurde die Übersetzung nach einem strukturierten Prozess konsentiert.
Aktuelles
Die Bedeutung von Zertifikaten im Krankenhaus von Michael Sarbandi
Was bewegt Krankenhäuser trotz Aufwand und Kosten sich zertifizieren zu lassen? Welchen Mehrwert gibt es für die Krankenhäuser durch Zertifizierungsprozesse? In einer Online-Umfrage wurden Qualitätsbeauftragte aus 188 Krankenhäusern gebeten, ihre Einschätzung zur Qualität und der Bedeutung von externen Zertifizierungsprozessen im Krankenhaus zu geben. Die Resultate zeigen, dass die Bereitschaft, QM-Systeme oder eine spezialisierte Arbeit in Versorgungszentren zertifizieren zu lassen, bei den Krankenhäusern hoch ist, obwohl die wachsende Zahl von Zertifizierungsangeboten und Qualitätslabels bei Patienten möglicherweise zu Unsicherheit und Verwirrung führt, zumal die Bedeutung der Zertifikate häufig nicht klar ist, und die normativen Regelwerke und Kriterienkataloge oft nicht zugänglich sind.
Gesetzliche Vorgaben zur Aufklärung und deren Einfluss auf die Patientenzufriedenheit
Nach 189 Aufklärungsgesprächen wurde nach der Zufriedenheit mit dem Vorgang gefragt. Es ergab sich insgesamt eine hohe Zufriedenheit mit der Aufklärung, die sich zwischen den Geschlechtern nicht signifikant unterschied. Allerdings waren Patienten zufriedener, wenn sie von Ärzten mit Deutsch als Muttersprache (p - 0,005; d - 0,214) bzw. von Fachärzten (p <O.OOI: d - O.288) aufgeklärt wurden. Die Dauer des Aufklärungsgesprächs korrelierte signifikant positiv mit der Zufriedenheit (p . 0.002. r· 0,211). Es konnte außerdem gezeigt werden, dass dem Weiterbildungsstand des Arztes die größte Bedeutung zukommt.
Insgesamt kein überraschendes Ergebnis, das aber aufmerksam macht auf die Grenzen für Zufriedenheit mit einem Aufklärungsgespräch, wenn die sprachlichen Fähigkeiten – wohlgemerkt: des Aufklärenden – dafür nicht ausreichen.
Berufliches, Persönliches
In Köln sagt man: Adschö!
Nach über zehn Jahren in der GQMG schlage ich nun neue Wege ein. Der Abschied fällt mir nicht leicht, denn die Zeit, die ich in der GQMG verbringen durfte, war für mich sehr bedeutend und vielfältig.
Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern, Wegbegleitern, Kolleginnen und Kollegen für die gute Zusammenarbeit. Gemeinsam haben wir viele Herausforderungen gemeistert. Auch für die große Unterstützung, in meinen Anfangsjahren, bedanke ich mich sehr herzlich. Viele Begegnungen haben meinen Weg in der GQMG bereichert und mir viel Freude bereitet. Die gemeinsamen Projekte, Veranstaltungen und die vielen Gespräche werden mir in schöner Erinnerung bleiben.
Der GQMG wünsche ich weiterhin viel Erfolg!
Herzliche Grüße aus dem Rheinland und in Köln sagt man: Adschö! Doris Wipperfürth
Wir begrüßen als neue Mitarbeiterin – Bettina Horn-Schlüter
Mein Name ist Bettina Horn-Schlüter und ich werde ab dem 1. März die Geschäftsstelle unterstützen und ab dem 1. April die Nachfolge von Frau Wipperfürth antreten. Die GQMG ist mir nicht fremd, da ich bereits in den Jahren 1996 bis 2000 unter der damaligen Geschäftsführung von Frau Haeske-Seeberg nebenberuflich für die Gesellschaft tätig war.
Geboren und aufgewachsen bin ich in Münster. Nach erfolgreichem Schulabschluss habe ich eine Lehre zur Apothekenhelferin absolviert und noch drei weitere Jahre in der Lehrapotheke gearbeitet. Danach folgten 15 Berufsjahre bei der KVWL. In der Abendschule habe ich eine Ausbildung zur staatlich geprüften Sekretärin bei der IHK abgelegt. Die nächsten 28 Jahre war ich bei der SQS und Nachfolgeorganisation BQS in Düsseldorf angestellt. Im Oktober 2023 bin ich dann nach 48 Berufsjahren in den Ruhestand gegangen.
Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben und auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Beruflicher Wechsel von Stephan Becker
Becker gab zum Jahresanfang die Leitung des Regionalkreises Nord der DGQ ab. Er ist durch alle Sphären des QM in der Gesundheitsversorgung gegangen. Sein grundständiger Beruf ist Krankenpfleger, er war überwiegend im Intensiv- und Intermediate Care-Bereich eines großen Krankenhausträgers in Hamburg tätig. Er war sechs Jahre QMB im Krankenhaus und hat als Berater und Auditor beim TÜV Nord profunde Kenntnisse des Akkreditierungs- und Zertifizierungswesens einschließlich der Normen eingesammelt. Zuletzt war er als QM-Beauftragter im Medizinischen Dienst Nord den ärztlichen und pflegerischen sozialmedizinischen Gutachtern zu Diensten. Jetzt ist er als freiberuflicher Auditor für unterschiedliche Zertifizierungsstellen nach DIN EN ISO 17021 tätig.
Buchempfehlung
Measurement for Improvement – Elements of Improving Quality and Safety in Healthcare
Die wichtigsten Grundsätze für die Messung von Verbesserung der Gesundheitsversorgung werden in dieser Zusammenstellung umrissen. Weil es keine einheitliche Formel für eine optimale Messung zur Unterstützung der Verbesserung gibt, gilt weiter das Prinzip, mehrere Maßnahmen und Ansätze zur Datenerfassung anzuwenden. Die Verwendung einer einzigen Messgröße reicht nicht aus, um die vielschichtigen Aspekte der Pflege, dazu noch in verschiedenen Patientengruppen zu erfassen und gleichzeitig die beabsichtigten und unbeabsichtigten Folgen von Verbesserungsmaßnahmen in verschiedenen Qualitätsaspekten zu erfassen. Selbst innerhalb eines einzigen Bereichs können Verbesserungsbemühungen in verschiedener Hinsicht erfolgreich sein und in anderer Hinsicht schief gehen. Daher ist ein ganzer Satz von Maßnahmen erforderlich. Klare Kommunikation einer plausiblen Hypothese, wie eine Intervention zu den gewünschten Ergebnissen führen wird, Entscheidungen über den Umfang und die Art der verwendeten Messungen sind erforderlich. Verbesserungsteams müssen darauf achten, Belastungen für Patienten, Kliniker oder Organisationen zu vermeiden.
Toulany/Shojania (Hrsg.) Paperback | 2025 | 55 Seiten | ISBN 978-1-009-32605-6
CIRS-Fälle
Aus dem CIRS-Netzwerk der Partner InPASS, Inworks, Deutsche Gesellschaft für Patientensicherheit in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse
"Patiententransport mit unzureichender Sauerstoffversorgung"
Aus dem Netzwerk CIRS Berlin
"Vorgehen zur Anmeldung einer Anschlussheilbehandlung (AHB)"
Aus dem Krankenhaus-CIRS-Netz Deutschland 2.0
"Lösungsmittel für Antibiotika - Darf Cefuroxim in Metronidazol gelöst werden?"
"Vorbereitung einer Inhalation - Durchmischung von Salbutamol und Ipratropiumbromid"
Wieder mal geschafft: Frau gibt sich als Ärztin aus
Mit gefälschten Dokumenten hat sich eine junge Frau in zwei Krankenhäusern als Ärztin beworben und wurde tatsächlich eingestellt. Leider geschieht das immer wieder, weil Personaldokumente nicht hinreichend geprüft werden. Nun steht die 23-Jährige vor dem Landgericht in Osnabrück. Ihr werden gewerbsmäßiger Betrug, Urkundenfälschung und Missbrauch von Berufsbezeichnungen in zwei Fällen zur Last gelegt. Hinzu kommt der Vorwurf gefährlicher Körperverletzung in sieben Fällen.
Anfang 2022 soll die aus dem Landkreis Cuxhaven stammende Angeklagte im Internet eine nachgebildete Approbationsurkunde erworben haben, die vorgibt, sie sei seit Februar 2022 approbierte Ärztin. Tatsachlich verfügte die junge Frau über kein Medizinstudium. Sie war von einem Krankenhaus im Landkreis Cuxhaven als Assistenzärztin beschäftigt worden. Sie hatte ab Anfang Mai 2022 zunächst nur Kollegen begleitet. Nachdem diesen ihr fehlendes Fachwissen aufgefallen war, soll sie nach einem Gespräch mit dem Chefarzt nicht mehr zur Arbeit erschienen sein. Stattdessen hat sie 2022 zwei Monate lang als Assistenzärztin in einer Klinik im Emsland in der Unfallchirurgie angeheuert. Zumindest in sieben Fällen soll sie in dieser Zeit eigenverantwortlich Patienten behandelt haben.
Abgesehen vom Straftatbestand werden Patienten gefährdet und der Ruf der Klinken geschädigt. Es gehört zu den Organisationspflichten der Personalverwaltung, sich sorgfältig von der Berufsqualifikation der Bewerber zu überzeugen. Es sollte nicht passieren, passiert aber immer wieder. Ältere Menschen erinnern sich an den spektakulären Fall des Postboten Gert Postel alias Dr. Dr. Bartholdy vor nun 40 Jahren. Die WELT hat für die Jahre 2014 - 2021 eine Liste mit 62 Betrugsfällen zusammengestellt. Besonders tragisch ist der aktuell wieder anhängige Fall gegen die falsche Ärztin Meike S. in Fritzlar, bei dem es um Mord geht.
Quelle: Als Ärztin ausgegeben: 23-Jährige gesteht vor Gericht in Osnabrück | NDR.de - Nachrichten - Niedersachsen
Aus der Normenschmiede
Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin
Das anamnestische Erstgespräch in der hausärztlichen Praxis – Module der Gesprächsführung mit einem bisher unbekannten Patienten. Eine sehr detaillierte Empfehlung, mit Vorschlägen bis hin zu Formulierungen. Weniger eine Leitlinie, mehr eine Arbeitsanleitung. Was hier richtig ist, ist auch gut im Krankenhaus: DEGAM S1-Handlungsempfehlung
Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) und der Deutschen Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)
Die Fachgesellschaften haben sich zu den zeitlichen Anforderungen an die Bereitstellung von labormedizinischen Ergebnissen in der Notfall- und Intensivmedizin geäußert. Die Vorstellungen wirken sich aus auf Methoden des Point-of-Care-Testung (POCT) und das zentrales Labor. Die Empfehlungen erlauben, die organisatorischen und apparativen Regelungen für jedes Krankenhaus anhand der medizinischen Anforderungen an die Dringlichkeit auszurichten: Med Klin Intensivmed Notfmed 2025
Stellenangebote
Das Institut für Allgemeinmedizin im Zentrum für Gesundheitswissenschaften des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität Frankfurt am Main sucht Wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in [mehr ...]
Für unsere Zentrale, die Gesundheit Nordhessen Holding AG, suchen wir eine*n Stabsstellenleitung Qualitätsmanagement (m/w/d) [mehr ...]
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