Neues aus der GQMG

  • Reminder: Mitgliederversammlung der GQMG 2025
  • GQMG-Jahrestagung 2026 – Save the Date
  • GQMGimpuls: Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen
  • Einblick in den GQMGimpuls: Zertifikate und Siegel – Kriterien des IQTIG
  • Vorstellung der AG Audit-Erfahrungsaustauch
  • GQMG-Interviewpodcast – neue Episoden online
  • GQMG-Wissenssnack

Aktuelles

  • Deutscher Preis für Patientensicherheit 2025
  • Jetzt bewerben: Deutscher Preis für Patientensicherheit
  • David-Sackett-Preis 2026: Bewerbungsphase gestartet
  • Wissenschaftspreis „Regionalisierte Versorgungsforschung“ 2026
  • Welttag der EBHC
  • Teilnahme an einer Befragung: „Agiles Qualitätsmanagement trifft Klinikrealität“
  • Weniger Bürokratie bei MD-Prüfungen?
  • Erfahrungsbericht des HSSIB
  • Berufliches, Persönliches
  • CIRS-Fälle
  • Aus der Normenschmiede
  • ZEFQ
  • Veranstaltungen und Seminare
  • Stellenangebote

Neues aus der GQMG

Reminder: Mitgliederversammlung der GQMG 2025

Am Freitag, den 7. November 2025, findet von 15:00 bis 17:00 Uhr die digitale Mitgliederversammlung der GQMG via Zoom statt.

Der Vorstand freut sich auf Ihre Teilnahme!
Es erwarten Sie aktuelle Einblicke in die Vorstands- und Arbeitsgruppenarbeit.

Die offizielle Einladung mit den Zugangsdaten haben alle Mitglieder bereits erhalten. Sollten Sie noch Ihre Mitgliedsnummer benötigen, erkundigen Sie sich bitte rechtzeitig in der Geschäftsstelle.

Der Vorstand freut sich auf den Austausch mit Ihnen und Ihre Impulse zur Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements im Gesundheitswesen!

GQMG-Jahrestagung 2026 – Save the Date

Die anstehende Krankenhausreform stellt das Gesundheitswesen vor weitreichende Veränderungen. Themen wie Spezialisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit rücken verstärkt in den Fokus – und damit auch neue Anforderungen an das Qualitäts- und klinische Risikomanagement.

Diese Entwicklungen greift die kommende Jahrestagung der GQMG auf, zu der wir Sie herzlich einladen. Die Tagung findet erstmalig in den Räumlichkeiten der Universitätsklinik Köln am 12. und 13. März 2026 statt.

GQMGimpuls: Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen – von der Strategie bis zur Umsetzung

Wie gelingt es, Nachhaltigkeit in Kliniken strategisch zu verankern und die Anforderungen der CSRD und EU-Regulatorik zu erfüllen?

Referentin: Marlene Bercher, verantwortlich für den Bereich Nachhaltigkeit bei der SRH Gesundheit (12 Kliniken, 4 Rehakliniken und MVZs).

Erfahren Sie, wie Sie Ihr Unternehmen optimal auf die bevorstehenden regulatorischen Anforderungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung vorbereiten und eine zukunftsfähige Organisationsstruktur für Nachhaltigkeit aufbauen.
Erhalten Sie praxisnahe Best-Practice-Beispiele, die zeigen, wie eine wirkungsvolle Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt und erfolgreich umgesetzt werden kann.

Anhand konkreter Einblicke in Nachhaltigkeitsprojekte zeigen wir Ihnen, was wirklich entscheidend ist, um Nachhaltigkeit dauerhaft im Unternehmen zu verankern – mit Tipps und Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige und praxisorientierte Umsetzung.

Moderation: Dr. Kahla-Witzsch

Termin: 11.11.2025, 16:00–17:00 Uhr
Ort: Online via Zoom

Diese Veranstaltung der GQMG ist kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung zugänglich.

Einblick in den GQMGimpuls: Zertifikate und Siegel – Kriterien des IQTIG

Am 14. Oktober fand unser GQMGimpuls zum Thema „Zertifikate und Siegel – Kriterien des IQTIG“ statt. Über 50 Teilnehmende nahmen an der Online-Veranstaltung teil und diskutierten engagiert über die Aussagekraft und Transparenz von Qualitätssiegeln im Gesundheitswesen.

Roman Prinz (Leiter Patientenbelange, IQTIG) stellte das vom IQTIG entwickelte Prüfverfahren vor, mit dem Zertifikate und Qualitätssiegel nach festgelegten, nachvollziehbaren Kriterien bewertet werden. Grundlage ist der § 135d SGB V im Rahmen des Krankenhaustransparenzgesetzes (KHTG). Ziel: Nur aussagekräftige Zertifikate, die tatsächlich Rückschlüsse auf die Versorgungsqualität zulassen, sollen künftig im Bundes-Klinik-Atlas veröffentlicht werden.

Vorstellung der AG Audit-Erfahrungsaustauch

Die Idee für eine AG Audit-Erfahrungen entstand auf der Jahrestagung 2024 in der Sitzung „Wenn der Auditor kommt - Austausch über Erfahrungen mit Audit-Themen und Auditoren“. Wir hatten festgestellt, wie unterschiedlich Auditoren der Zertifizierungsstellen die Erfüllung von Anforderungen bewerten.

Audits sollen vergleichbar sein, damit die Bestätigung der Konformität eines QM-Systems mit den Anforderungen der Normen oder eines Qualitätssiegels überzeugt.

Die AG ist ein offener Diskussionskreis und auch für Nicht-Mitglieder offen. Die Ergebnisse der Diskussion sollen in einem Bericht zusammengefasst werden. Meinungsunterschiede sollen darin erkennbar bleiben.

Im Ergebnis einer Umfrage unter den 44 Interessenten wählte die AG das Thema „Anforderungen der Zertifizierungsstellen an die internen Audits der Einrichtungen“ und die Frage, wie dementsprechend interne Audits in einem QM-System aufgestellt sein sollten.

Die AG diskutierte in monatlichen Sitzungen die Gestaltung interner Audits in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung nach einschlägiger Interpretation der Normen DIN EN ISO 9001:2015, DIN EN 15224:2017, DIN EN ISO 19011-2018; DIN EN ISO 17021 und die Dokumente der ISO 9001 Auditing Practices Group aus ISO und IAF (International Accreditation Forum). Berücksichtigt wurden auch Erfahrungen mit Audits durch Organisationen, die sich ausdrücklich nicht an Normen orientieren.

Im Ergebnis wurde ein Konsens-Text erstellt, der Anfang Oktober dem Vorstand zur Freigabe vorgelegt wurde.
Gestaltung Interner Audits in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung: Empfehlungen für QM-Koordinatoren der Einrichtungen und Auditoren Benannter Stellen

(Version 13.1 vom 5.10.2025)

Die AG wird weitere Hilfsmittel für Interne Audits erstellen (Musterversionen für Auditprogramme, Audit-Pläne, Arbeitsunterlagen, Audit-Berichte und ein Grundcurriculum für interne Auditoren).

Nächste Themenkomplexe sind:

  • Managementbewertung
  • Kompetenz (Curriculum für interne Auditoren)
  • Produktion und Dienstleistungserbringung Auditumfang beim klinischen Risikomanagement
  • Arbeitsumgebung
  • Gesetzliche und behördliche Anforderungen (einschließlich QM-RL und andere RL des G-BA  

Sprecher der AG: Dr. Ulrich Paschen
Vertreter: Dr. Dr. Reinhard Hoischen
Monatliche Sitzung: 1. Mittwoch des Monats, 16:00–17:30 Uhr

GQMG-Interviewpodcast – neue Episoden online

Episode 43: Patientensicherheit von Neugeborenen

Wie sicher ist der Start ins Leben für Neugeborene in Deutschland? Im aktuellen Podcast „Puls der Transformation“ hatten Oliver Steidle und Dr. Thomas Petzold die Gelegenheit, mit Prof. Dr. Mario Rüdiger, Leiter der Neonatologie und Pädiatrischen Intensivmedizin und des Zentrums für Feto-Neonatale Gesundheit am Universitätsklinikum Dresden sowie Vorstandsvorsitzender der Deutschen Stiftung Kranke Neugeborene, genau darüber zu sprechen.

Episode 44: Simulation für Patientensicherheit

Wie profitieren Patientensicherheit und Teamarbeit im Gesundheitswesen durch Simulationstraining? In dieser Folge sprechen Oliver Steidle und Dr. Thomas Petzold mit Dr. Christina Jaki, Leiterin des Simulationszentrums am Klinikum Stuttgart und stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Simulation in der Medizin – über den Praxisnutzen von Simulation für medizinische Fachkräfte aller Professionen.

GQMG-Wissenssnack

Überdiagnostik

Grob gesagt, bedeutet Überdiagnose, Menschen unnötig zu Patienten zu machen, indem Probleme identifiziert werden, die niemals Schaden anrichten würden, oder indem gewöhnliche Lebenserfahrungen durch erweiterte Definitionen zu Krankheiten medikalisiert werden."

Nicht gemeint sind falsch-positive Ergebnisse in der Diagnostik. Die kommen immer vor. Falsch positive Ergebnisse sind Befunde, die irrtümlich als Krankheit eingestuft werden. Eine Überdiagnose tritt auf, wenn eine Anomalie für eine Krankheit gehalten wird, die aber wahrscheinlich keinen Krankheitswert hat.

Dies hat zur Folge, dass fast jede vierte Krebsdiagnose, die bei der Früherkennung gestellt wird, überdiagnostiziert ist. Eine Analyse australischer Daten ergab, dass 42 % der Prostata- und Nierenkrebserkrankungen, 73 % der Schilddrüsenkrebserkrankungen und 58 % der Melanome überdiagnostiziert wurden, was insgesamt 24 % aller Krebsdiagnosen entspricht.

Aufgrund der begrenzten Wirksamkeit neuer Behandlungen hat die Industrie ihren Fokus auf die Verbesserung der Gesundheit durch einen schnelleren und einfacheren Zugang zu Tests verlagert. Der derzeitige globale Testmarkt hat einen Wert von 250 Milliarden US-Dollar und wird in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich auf fast 500 Milliarden US-Dollar ansteigen. Die Tests werden überall angeboten. Die meisten Kunden haben jedoch kein Verständnis für die Genauigkeit der Tests, ihre Sensitivität oder Spezifität. Noch viel weniger für das Problem der Überdiagnose von Krankheiten, die sie gar nicht haben.

Aktuelles

Deutscher Preis für Patientensicherheit 2025 – wir gratulieren!

Am 18. September 2025 wurde anlässlich der 20-Jahrfeier des Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) erneut der Deutsche Preis für Patientensicherheit verliehen. Mit dem Preis wurden Akteure des Gesundheitswesens mit besonderen Ideen und Projekten gewürdigt, die zu erhöhter Patientensicherheit führen.

Jetzt bewerben: Deutscher Preis für Patientensicherheit 2025/2026

Liebe Mitglieder und Fachkollegen,

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) sucht gemeinsam mit seinen Partnern Ecclesia Versicherungsdienst, Inworks GmbH, MSD Sharp & Dohme GmbH und der Thieme Gruppe innovative Projekte und Forschungsarbeiten, die zu einer nachweislich besseren Patientensicherheit beitragen. 

Ob neue Hygienekonzepte, technische Lösungen oder Modelle für patientenzentrierte Kommunikation – ausgezeichnet werden Best-Practice-Beispiele, die sich leicht auf andere Einrichtungen übertragen lassen und die Versorgung nachhaltig verbessern.

Bewerbungsschluss: 30. November 2025

David-Sackett-Preis 2026: Bewerbungsphase gestartet

Mit dem David-Sackett-Preis werden jedes Jahr herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Evidenzbasierten Medizin (EbM) gewürdigt.

Die Auszeichnung wurde nach David-Sackett (1934-2015) benannt - dem Pionier der EbM und Gründer des ersten Instituts für klinische Epidemiologie an der McMaster University in Kanada. 

Ausgezeichnet werden Einzelpersonen oder Gruppen von Wissenschaftlern, die mit ihren Arbeiten zur Weiterentwicklung der EbM beitragen. Interessierte können sich selbst bewerben oder durch Mitglieder des EbM-Netzwerks vorschlagen lassen.

Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2026.
Die Preisverleihung findet im Rahmen der Jahrestagung des EbM-Netzwerks 2026 statt, die vom 29. September bis 2. Oktober in Göttingen gemeinsam mit der DEGAM, DGSMP und DGMS veranstaltet wird.

Wissenschaftspreis „Regionalisierte Versorgungsforschung“ 2026

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat auch in diesem Jahr wieder den mit 5.000 € dotierten Wissenschaftspreis ausgeschrieben.

Gesucht werden herausragende Forschungsarbeiten, die zur regionalisierten Versorgungsforschung beitragen und neue Impulse für eine bessere Gesundheitsversorgung liefern. Da dieses Anliegen auch der GQMG am Herzen liegt möchten wir auf diesen Preis aufmerksam machen.

Einreichungsfrist: 15. April 2026

Welttag der EBHC

Der 20. Oktober ist Welttag der evidenzbasierten Gesundheitsversorgung (EBHC), getragen von einer globalen Initiative, die bessere Evidenz in Gesundheitspolitik, -praxis und Entscheidungsfindung fördert, um die klinische Behandlung zu verbessern. Der Tag gibt Anlass, sich an der Debatte über globale Trends und Herausforderungen der wissenschaftlichen Begründung von Behandlungen zu beteiligen. Gelegenheit auch, um die Beiträge von Einzelpersonen und Organisationen weltweit zu feiern und die Arbeit engagierter Forscher, politischer Entscheidungsträger und Angehöriger der Gesundheitsberufe bei der Verbesserung der Gesundheitsergebnisse zu würdigen.

Mit der Initiative soll einem breiten Publikum die Bedeutung einer evidenzbasierten Gesundheitsversorgung und die Notwendigkeit besserer Evidenz für die klinische Praxis und die Gesundheitspolitik bewusst gemacht werden. Sie will in der globalen Evidenzgemeinschaft die Debatte und Diskussion über Fortschritte in der evidenzbasierten Gesundheitsversorgung anregen. Sie will alle diejenigen ermutigen, die die Qualität und Ergebnisse der Gesundheitsversorgung verbessern wollen - Forscher, Akademiker, Studenten, Kliniker, Patienten und andere Akteure des Wandels.

Teilnahme an einer Befragung: „Agiles Qualitätsmanagement trifft Klinikrealität“

Viele Krankenhäuser stehen vor der Herausforderung, trotz wachsender Komplexität und knapper Ressourcen handlungsfähig zu bleiben. 
Agiles Qualitätsmanagement wird zunehmend als Lösungsansatz diskutiert – doch wie sieht die Realität in deutschen Kliniken aus?

Im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin untersucht Josefine Erle, wie und in welchem Umfang agile Methoden bereits im Qualitätsmanagement deutscher Krankenhäuser eingesetzt werden.

Dafür führt sie digitale Experteninterviews (30–45 Min.) mit Qualitätsmanagern und QM-Beauftragten durch – unabhängig von der Trägerschaft oder Größe der Einrichtung.

Sie möchten teilnehmen oder mehr erfahren?

Dann melden Sie sich direkt bei uns.

Weniger Bürokratie bei MD-Prüfungen?

Dr. Andreas Krokotsch, Ärztlicher Leiter des Medizinischen Diensts (MD) Nord, kündigte beim Herbstsymposium der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling (DGfM) an, dass die Prüfverfahren in Krankenhäusern vereinfacht und harmonisiert werden. Unklar bleibt, wer offene Qualitätskriterien auslegt.

Nach dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) sollen drei bisher getrennte Prüfbereiche – StrOPS-, G-BA- und LOPS-Prüfungen – in einen Rechtskreis überführt und langfristig verschmolzen werden. Unterlagen sollen nur einmal angefordert werden wie z. B. Nachweise der Facharztanerkennung oder über Großgeräte. Nachweise aus den Prüfzyklen 2023 und 2024 werden auch für neue Prüfungen genutzt. Mit der Einführung von Leistungsgruppenprüfungen wird ohnehin alles komplizierter.  Für StrOPS- und Leistungsgruppenprüfungen ist ein gemeinsamer Prüfzeitraum im Januar bis März vorgesehen. Bei Kooperationen prüft der MD künftig nur die Vereinbarung selbst, nicht mehr Dienstpläne oder Qualifikationsnachweise des Partners.

Keiner weiß bis jetzt, wer die unklaren Qualitätskriterien für Leistungsgruppen verbindlich auslegt wie z. B. was mit Basis- oder Notfalllabor gemeint ist. Die alleinige Festlegung der Kriterien durch den MD ist ihm vom Gesetzgeber untersagt.  Wenn die Länder die Kriterien festlegen, haben wir bald 16 unterschiedliche Interpretationen.

Ein Richtlinien-Update des MD Bund sowie eine Ergebnisdatenbank sind in Vorbereitung. Sollte das Krankenhausgesetz (KHAG) früher als März 2026 in Kraft treten, wird ein weiteres Update des LOPS-Systems folgen.

Erfahrungsbericht des HSSIB

Zwei Jahre nach dem Start des HSSIB Health Services Safety Investigations Body (zu deutsch etwa: Untersuchungsstelle für die Sicherheit im Gesundheitswesen) berichtet die Leitung für die Neuorientierung des Umgangs mit unerwünschten Ereignissen mit Bezug auf die Patientensicherheit. Das neue Konzept wird mit einer Neigung zu langen Abkürzungen PSIRF Patient Safety Incident Framework genannt. Es soll die Einrichtungen des National Health System (NHS England) darin unterstützen, aus Sicherheitsproblemen zu lernen. PSIRF löst das Vorgehen bei Serious Incident oder Never Event Reporting ab.

In dem Bericht wird festgestellt, dass die NHS-Mitarbeiter die Auswirkungen, die das PSIRF-Programm auf die Patientensicherheit haben kann, positiv bewerten. Es zeigt sich jedoch auch, dass mehr Ressourcen und Unterstützung erforderlich sind, um das neue Verfahren in ganz England einheitlich auszurollen. Die ersten Beispiele zur Ereignis-Analyse wurden vorgelegt wie Ereignisse bei der Medikation, bei der Erkennung von Sepsis, Sicherheit für die Mitarbeitenden oder bei der Unterstützung zur Selbstmedikation von Insulin.

HSSIB erhält direktes Feedback von Hunderten von Untersuchungsleitern und Spezialisten für Patientensicherheit, die an den Schulungen im Zusammenhang mit PSIRF und Patientensicherheitsuntersuchungen teilnehmen. Die HSSIB hat auch PSIRF-Instrumente, Vorlagen und Leitlinien bei Untersuchungen verwendet, die einen Ansatz für die Untersuchung im Rahmen der PSIRF modellierten. Darüber hinaus steht die HSSIB in regelmäßigem Kontakt mit den Patientensicherheitsteams in Organisationen und überprüft im Rahmen ihrer Arbeit regelmäßig Berichte über die Untersuchung von Vorfällen. Die Berichte liefern Belege dafür, ob ein systembasierter Ermittlungsansatz verfolgt wurde und ob das Engagement einfühlsam war oder die von einem Vorfall Betroffenen beteiligt wurden.

Das innovative Konzept des Umganges mit unerwünschten Ereignissen verdient Beachtung. Konzept, allgemeine Gestaltung des Vorgehens und die ersten Auswirkungen in den Einrichtungen werden auf den Web-Seiten und bei youtube ausführlich dargelegt.

 

Berufliches, Persönliches

Als neues Mitglied der GQMG begrüßen wir:

Frau Christine Pfeilschifter, Qualitätsmanagement, Marien-Hospital Erftstadt

Herr Manfred Schneidewind, Qualitätsmanagement, Datenschutz/IT-Sicherheit, Compliance, Risikomanagement, Kreiskrankenhaus Demmin gGmbH

Frau Eva Richter, Abteilungsleitung Projekt-, Qualitäts- und Risikomanagement, Klinikum Main-Spessart

Herr Peter Fiala, Qualitäts- und Risikomanagement, Mutters

Im Fokus: Neue Mitglieder der GQMG

Christine Pfeilschifter

Christine Pfeilschifter war in den vergangenen Jahren im Bereich Medizincontrolling tätig und konnte dort vielfältige und wertvolle Erfahrungen sammeln. Seit diesem Sommer hat sie eine neue berufliche Herausforderung übernommen: Als Qualitätsmanagement-Beauftragte des Marien Hospital Erftstadt widmet sie sich nun der Weiterentwicklung des Hauses und der Umsetzung neuer Qualitätsimpulse.

Sie freut sich auf den fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus der GQMG und auf neue Impulse aus dem Netzwerk.

Manfred Schneidewind

Manfred Schneidewind ist seit 1987 examinierter Krankenpfleger. Seit ca. 2000 ist er zunehmend mit Aufgaben des QM und der ISO 9001 beauftragt.

Nach einem 3-jährigen Abstecher in die freie Wirtschaft/produzierendes Gewerbe als QMB ist er seit 2014 im Kreiskrankenhaus Demmin als QMB tätig. Sein Aufgabengebiet ist in der Zwischenzeit kontinuierlich gewachsen. Für die neuen Aufgaben hat er entsprechende Zusatzqualifikationen erworben. Inzwischen verantwortet er die unterschiedlichen Managementsysteme sowie das Beauftragtenwesen im Kreiskrankenhaus Demmin, einem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung. Er verantwortet den Aufbau des QM-Systems, die Erst- und Re-Zertifizierungen entsprechend DIN EN ISO 9001. Zu seinen Aufgaben gehört die Externe Qualitätssicherung und Berichterstattung. Er ist Kontaktstelle für Ärztekammer, Deutsche Gesellschaft für Organspende, DG-Unfallchirurgie, Haftpflichtversicherer und zur externen Fachkraft für Arbeitssicherheit. Als Datenschutzbeauftragter hat er den Datenschutz neu organisiert und als ISB ein Informationssicherheits- Managementsystems nach DIN EN ISO 27001 aufgebaut und auf die Erstzertifizierung vorbereitet.

Der Aufbau des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, des Betrieblichen Wiedereingliederungsmanagements und die Nachhaltigkeitsberichterstattung gehören zu seinen Aufgaben.

Das Klinische sowie Betriebliche Risikomanagement darf und will er bei diesen Aufgaben nicht aus dem Blick verlieren.

Er wünscht sich für seine Mitgliedschaft in der GQMG neue Impulse für das Qualitäts- und Risikomanagement.

Eva Richter

Eva Richter ist Abteilungsleitung Projekt-, Qualitäts- und Riskmanagement (PQR) am Klinikum Main-Spessart in Lohr a.Main. 

Ihr beruflicher Werdegang umfasst Ausbildungen zur Medizinischen Fachangestellten und Medizinisch-Technischen Laboratoriumsassistentin (MTLA). Ergänzend dazu hat sie einen Bachelorabschluss in Management im Gesundheitswesen sowie einen Masterabschluss in Leitung und Kommunikationsmanagement. 

Seit 1999 ist Frau Richter im Qualitätsmanagement tätig und war Qualitätsmanagementbeauftragte (QMB) in verschieden Laboratorien der Universitätskliniken Würzburg und Münster. Im Jahr 2009 wechselte sie an das Universitätsklinikum Regensburg. Dort war sie acht Jahre als QMB in der Arzneimittelherstellung tätig. 

Seit Juli 2020 ist sie am Klinikum Main-Spessart als Abteilungsleitung PQR. Die Ausbildung zur Klinischen Risikomanagerin hat sie im Dezember 2024 erfolgreich abgeschlossen. 

„Die Mitgliedschaft in der GQMG ist eine Chance, mich an der Weiterentwicklung zu unterschiedlichen Themen der Gesundheitsversorgung und am interdisziplinären Austausch zu beteiligen.“

Peter Fiala

Peter Fiala ist seit August 2025 als Qualitäts- und Risikomanager in der Stabstelle der kollegialen Führung des A.ö. Bezirkskrankenhauses Kufstein tätig, mit einem Schwerpunkt auf Lean Clinical Management. Zuvor war er drei Jahre am I-PMR Psychiatrie der Tirol Kliniken für den Aufbau und die Pflege des Qualitätsmanagementsystems verantwortlich.

Sein beruflicher Weg führte ihn vom Physiotherapeuten zum Experten im Qualitäts- und Risikomanagement – eine Entwicklung, die seine Überzeugung gestärkt hat, wie wesentlich strukturiertes QM und RM für Patientensicherheit und Versorgungsqualität sind.

Seit 2021 engagiert sich Peter Fiala zudem als Koordinator des fachlichen Netzwerks Mental Health bei Physio Austria. Die Verbindung zwischen psychischer Gesundheit und qualitativ hochwertiger Versorgung liegt ihm besonders am Herzen.

Er verfügt über Zertifizierungen als Qualitätsmanager (TÜV AUSTRIA), klinischer Risikomanager (Euro Risk Limited) und Prozessmanager. Aktuell vertieft er seine Kenntnisse im Masterstudiengang Qualitäts- und Prozessmanagement im Gesundheitswesen an der fhg Tirol.

Von der Mitgliedschaft in der GQMG erhofft sich Peter Fiala den fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Einrichtungen, neue Impulse zu aktuellen Entwicklungen im QM/RM-Bereich sowie Anregungen aus Best-Practice-Beispielen. Besonders interessiert ihn die Schnittstelle zwischen klassischem Qualitätsmanagement und Informationssicherheit.

CIRS-Fälle




Aus dem CIRS-Netzwerk der Partner:

InPASS, Inworks, Deutsche Gesellschaft für Patientensicherheit in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse und dem vdek

"Thrombosensichererkennenund vermeiden"










Aus dem Netzwerk CIRS Berlin

"Das E-Rezept im Alltag: Chancen, Stolpersteine und Praxis-Tipps"

"Vorräte für schmerzhafte Zeiten"










Aus dem Krankenhaus-CIRS-Netz Deutschland 2.0

"Organisation des Reanimationsmaterials an einer Stelle"






Aus der Normenschmiede

DEGAM

Hausärztliche Risikoberatung zur kardiovaskulären Prävention Leitlinie: S3 053-024 Module: Langfassung, Kurzfassung, Leitlinienreport, Evidenzbericht 1, Evidenzbericht 2 Patienteninformationen in Deutsch und vier weiteren Sprachen

publiziert: 08/2025, gültig bis: 11/2029

S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom

Version: 3.0

Stand: 01.09.2025 Gültig bis: 31.05.2028

Die Leitlinie richtet sich an alle Personen, die an der Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Patienten mit kolorektalem Karzinom beteiligt sind. Sie soll entsprechend der Definition von Leitlinien zur Entscheidungsfindung für Arzt und Patient bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen dienen.

Ziel der Leitlinie ist es klare evidenzbasierte Empfehlungen zu allen Aspekten von Darmkrebs von der Prävention über das Screening, zur Therapie bis zur Nachsorge zu geben, um hierdurch die Versorgung von Darmkrebspatienten in Deutschland zu verbessern.

S3-Leitlinie Sepsis der DGIIN

Die neue Leitlinie hat drei Handlungsfelder, von denen das erste die Einbindung der QM-Koordination betrifft, nämlich die Einrichtung eines QS-Programmes einschließlich Screening.

1. Früherkennung und Prozessqualität

Einführung strukturierter Screening-Prozesse in Krankenhäusern

Entwicklung und Anwendung standardisierter SOPs

Aufbau von Qualitätssicherungsprogrammen

2. Optimierte Akuttherapie

Schnellere Diagnostik, z. B. durch Laktatmessung

Einsatz peripher venöser Vasopressoren

Antibiotikagabe als kontinuierliche Infusion

Einsatz von Hydrokortison bei therapierefraktärem septischem Schock

3. Nachsorge von Sepsis-Überlebenden

Entlassmanagement mit Hinweis auf PICS (Post-Intensive-Care-Syndrom)

Empfehlungen zu Nachsorgeangeboten und Selbsthilfegruppen

Zur Unterstützung bei der Implementierung der Empfehlungen wurde bei der DGIIN die neue Sektion Sepsis gegründet. Sie erarbeitet praxisorientierte Hilfestellungen und steht für fachlichen Austausch und gemeinsame Projekte zur Verfügung