Episode 32

Dr. Irmhild Rogalla: Maschinen lernen nicht – sie optimieren

In der aktuellen Episode des GQMG-Podcasts Puls der Transformation diskutieren Thomas Petzold und Oliver Steidle mit Dr. Irmhild Rogalla über ein spannendes und hochaktuelles Thema: die Entzauberung von „Machine Learning“.

Dr. Rogalla, Leiterin des Instituts für praktische Interdisziplinarität und Leiterin des Instituts für Digitale Teilhabe an der Hochschule Bremen, wirft einen neuen, differenzierten Blick auf maschinelles Lernen. Statt von „Maschinellem Lernen“ zu sprechen, plädiert sie dafür, den Begriff „Optimierungsverfahren“ zu nutzen – eine präzisere Beschreibung dessen, was Algorithmen tatsächlich tun.

Was bedeutet das konkret?

Lernen ist ein zutiefst menschlicher und lebendiger Prozess, geprägt von Kontext, Beziehungen und Motivation. Maschinen hingegen simulieren bestimmte Prozesse, die wir als „Lernen“ interpretieren, basierend auf statistischen Modellen und mathematischen Optimierungen. 

Warum ist das wichtig?

Die Begriffe „Maschinelles Lernen“ oder „KI“ sind oft irreführend und führen zu einer Technikgläubigkeit, die kritisches Hinterfragen erschwert. Dr. Rogalla betont die Notwendigkeit einer informierten Haltung gegenüber Technologie und fordert eine gesellschaftliche Grundbildung in IT-Themen, um Ergebnisse besser einordnen zu können.

Unser Takeaway:

Technik sollte den Menschen dienen und nicht umgekehrt. Der Fokus muss darauf liegen, Prozesse und Strukturen so zu gestalten, dass sie nachhaltig und sinnvoll sind – für Unternehmen, Organisationen und die Gesellschaft als Ganzes.

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