Abbau überbordender Bürokratie – Qualität statt Papierflut

Wie kann Qualität gesichert werden, ohne Pflege, Ärzte und Kliniken in Dokumentationspflichten zu ersticken?
Das neue Positionspapier der GQMG zeigt anhand von drei G-BA Richtlinien (Früh- und Reifgeborene, Liposuktion bei Lipödem, Implantateregister), wie unkoordinierte Vorgaben zu massivem Mehraufwand führen – und macht konkrete Vorschläge, wie Bürokratie abgebaut und Ressourcen zurück zum Patienten gelenkt werden können.

Kernbotschaft:
Qualität soll gefördert, nicht verwaltet werden – doppelte Datenerhebungen, parallele Meldewege und unklare Schnittstellen binden Zeit, die am Bett fehlt, gefährden Motivation und erschweren die Versorgung.

Was gefordert wird:
• Bessere Abstimmung und Synchronisierung von QS-Richtlinien und Dokumentationspflichten
• Nutzung bereits vorhandener Daten statt neuer paralleler Meldewege
• Realistische Übergangsregelungen, klare Datenschutzvorgaben und sektorenübergreifende Betrachtung
• Stärkere Digitalisierung mit praktikablen IT-Strukturen und Schulungsmaterial für Leistungserbringer

Zielgruppe:
Selbstverwaltung, Prüforganisationen, Politik und Fachöffentlichkeit sind aufgerufen, Qualitätssicherung konsequent mit Bürokratieabbau zu verbinden – damit mehr Zeit bei den Patienten ankommt.

Positionspapier lesen:
„Abbau überbordender Bürokratie – Ein Positionspapier aus der Praxis mit Blick auf Qualitätssicherungs-Richtlinien des G-BA“