DiGA - Innovation für die Versorgung!?

Im aktuellen Gespräch von „Puls der Transformation“ haben Oliver Steidle und Dr. Thomas Petzold mit Dr. Madlen Scheibe begrüßen – Leiterin des Forschungsbereichs Digital Health am Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV) in Dresden und Top‑3 „Digital Female Leader“ in der Kategorie Health.

Thematisiert wurde, warum Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) mehr sind als „nur eine App“ und welche Rolle Evidenz, Datenschutz und Datensicherheit bei der Zulassung durch das BfArM spielen. Dabei ist wichtig zu wissen: DiGA müssen einen positiven Versorgungseffekt nachweisen – sei es durch medizinischen Nutzen oder durch patientenrelevante Struktur‑ und Verfahrensverbesserungen wie Gesundheitskompetenz, Adhärenz oder Patientensouveränität.

Gleichzeitig zeigen aktuelle Analysen, dass DiGA bei Studiendesigns, Verzerrungsrisiken und Berichtsqualität noch Luft nach oben haben – insbesondere bei patientenberichteten Endpunkten, Drop‑out‑Raten und der Transparenz von Studienprotokollen. Genau hier setzt die Forschung an: Wie lassen sich DiGA evidenzbasiert in die Regelversorgung implementieren und so einsetzen, dass sie wirklich bei Patiente:innen ankommen.

Auch der Blick nach vorn kam nicht zu kurz: Individualisierte digitale Therapien, der sinnvolle Einsatz von KI in DiGA und die Frage, wie wir trotz Kostendruck in der GKV unseren Innovationsvorsprung nicht verspielen, werden uns in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen. Klar ist: DiGA bleiben ein Nischenthema, wenn nicht gemeinsam daran gearbeitet wird, passende Zielgruppen zu identifizieren, Kompetenzen aufzubauen und Begleitstrukturen sinnvoll zu gestalten.

Vielen Dank an Dr. Madlen Scheibe für das aufschlussreiche Gespräch!

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