Im aktuellen Gespräch bei „Puls der Transformation“ mit Prof. Dr. Christof von Kalle (Berlin Institute of Health an der Charité) wird klar: Unser Gesundheitswesen steht an einem Wendepunkt.
Wir sprechen darüber, wie Digitalisierung Patient:innenautonomie wirklich stärken kann – und wo wir heute noch scheitern:
- Patient:innenautonomie heißt: verstehen, mitreden, entscheiden – trotz Wissens- und Machtgefälle in Behandlungssituationen.
- Ein patientenzentrierter Datenraum soll Menschen durch die gesamte Patient Journey begleiten – nicht Datensilos in Kliniken und Praxen.
- Die ePA ist nur dann sinnvoll, wenn sie vollständig befüllt ist und Informationen auch wirklich bei den Patient:innen ankommen.
- KI-Tools und Large Language Models helfen vielen bereits heute, Arztbriefe zu verstehen – teils empathischer als der 7‑Minuten-Kontakt in der Sprechstunde.
- Digitalisierung kann Zugangsbarrieren abbauen: auch Patient:innen fernab der Uniklinik erhalten bessere Chancen auf spezialisierte Zentren und Studien.
- Datenschutz darf Daten nicht „so gut schützen“, dass Patient:innen sie nicht nutzen können – sonst wird er zum Risiko für Versorgung und Forschung.
- Der Staat sollte Rahmen setzen (z.B. ePA-Pflicht und Datenflüsse), Innovation bei Funktionen und Tools muss aber aus dem Markt kommen.
- Gesundheitskompetenz beginnt bei Lebensstil, Prävention und Verstehen der eigenen Risiken – digitale Tools können das unterstützen, aber nicht ersetzen.
Wer Patient:innenautonomie ernst meint, muss Daten konsequent an den Menschen ausrichten, ihnen bereitstellen und erklären – und nicht nur Institutionen.
Hören Sie hier rein!
Wir danken Herrn Prof. Dr. Christof von Kalle für das Gespräch!
Haben Sie Feedback zur Episode oder Themenwünsche? Schreiben Sie gerne eine E-Mail an podcast@gqmg.de.