Im aktuellen „Puls der Transformation“-Podcast spricht PD Dr. Alexander Bäuerle, leitender Psychologe und Bereichsleiter für klinische Forschung, digitale Gesundheit und Digitalisierung am LVR-Universitätsklinikum Essen, mit Oliver Steidle und Dr. Thomas Petzold über den Einsatz von KI-Chatbots in der psychischen Versorgung – mit einem sehr differenzierten Blick auf Chancen und Risiken.
Darum geht es im Gespräch:
- Rund 25% der Patient:innen nutzen ChatGPT & Co. zu psychischen Themen: für Info-Suche, Symptomverständnis, Nachbereitung von Sitzungen und therapeutische Aufgaben – teils auch in Krisen.
- Spezialisierte KI-Therapie-Chatbots sind 24/7 verfügbar, kostenpflichtig, oft in den USA entwickelt – mit offenen Fragen zu Regulierung, Qualität und Risikomanagement.
- Erste Studien deuten an: KI-Chatbots können depressive Symptome reduzieren, insbesondere als niedrigschwellige Unterstützung und zur Wartezeitüberbrückung.
- Risiken: Halluzinierte Inhalte, Fokus auf Nutzerzufriedenheit statt therapeutischer Konfrontation, mögliche soziale Rückzugstendenzen und erhebliche Datenschutzbedenken (z.B. Datenverarbeitung in den USA).
- Wichtig für Therapeut:innen: KI-Nutzung aktiv erfragen, Inhalte gemeinsam reflektieren, Chancen nutzen, aber transparent über Risiken und Grenzen sprechen – analog zu digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA).
PD Dr. Bäuerles Kernbotschaft: Verbieten lässt sich die Nutzung ohnehin nicht – entscheidend ist, wie professionell wir sie in Versorgung, Aufklärung und Regulierung einbinden. Wie sehen Sie das:
Sind KI-Chatbots eher hilfreiche Ergänzung, Türöffner zur Therapie – oder ein unterschätztes Risiko für Patient:innen?
Wir danken Herrn PD Dr. Bäuerle für das Gespräch!
Hören Sie hier rein!
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